Flurbereinigung Ströhen-Süd: Erste Maßnahme im September abgeschlossen

8,5 Kilometer werden ausgebaut

Ortstermin an der Rickertstraße (v.l.): Heinrich Dammeier (ArL), Bauamtsleiter Dennis Härtel, Falko Niebuhr (Bauamt), Matthias Schubert (Vorsitzender Teilnehmergemeinschaft), Karl-Heinz Schütte (Verband der Teilnehmergemeinschaften Sulingen).
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Ortstermin an der Rickertstraße (v.l.): Heinrich Dammeier (ArL), Bauamtsleiter Dennis Härtel, Falko Niebuhr (Bauamt), Matthias Schubert (Vorsitzender Teilnehmergemeinschaft), Karl-Heinz Schütte (Verband der Teilnehmergemeinschaften Sulingen).

Ströhen – In der Flurbereinigung Ströhen-Süd, laut dem Amt für regionale Landesentwicklung in Sulingen (ArL) mit 4,5 Millionen Euro Volumen eines der teuersten Verfahren in Niedersachsen, hat die Umsetzung begonnen. Rickertstraße, Rothe Rhiede, Bürgermeister-Kropp-Straße, Am Schwarzen Moor und Oberauerort werden aktuell auf einer Gesamtlänge von 8502 Metern und mit einer Breite von drei Metern ausgebaut. Die Kosten betragen rund 1,135 Millionen Euro.

Die Firma Bunte mit Zweigstelle in Wallenhorst hat in den vergangenen Tagen die erste Schicht des Unterbaus aufgebracht, in circa zwei Wochen soll die Schwarzdecke folgen. Die Fertigstellung ist für Ende September vorgesehen.

Wegebauprogramm 2021 umfasst 8000 Meter

Das Wegebauprogramm für 2021 steht ebenfalls schon. Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, in der alle von der Flurbereinigung betroffenen Grundstückseigentümer vertreten sind, hat im Juli beschlossen, dass als nächstes Arnikaweg, Kieferweg, Alte Heide, Fuchshardt, Auf dem Pustel, Fehrenkamp, Diekstraße und Pusteler Weg ausgebaut werden – insgesamt rund 8000 Meter. Die Kosten belaufen sich auch hier auf rund eine Million Euro.

Wie im ersten Abschnitt liegen diese Straßen nah beieinander. „Wir haben darauf geachtet, dass die Baustellen kompakt sind, denn für Unternehmen ist das sehr interessant“, weiß Karl-Heinz Schütte vom Verband der Teilnehmergemeinschaften Sulingen. Der Verband kümmert sich unter anderem um rechtliche Aspekte und die finanzielle Abwicklung von Flurbereinigungen. Zwar werden die Baumaßnahmen aus dem Landkreis deutschlandweit ausgeschrieben, doch meistens erhalten laut Schütte Unternehmen aus der Region den Zuschlag. „Somit ist die Flurbereinigung auch eine Wirtschaftsförderung für den Landkreis.“

Der Wegeausbau ist einer der wesentlichen Bausteine der Flurbereinigung, was sich in der Kostenverteilung deutlich widerspiegelt. Für das im Verfahren berücksichtigte Wegenetz mit 30 Kilometern sind 4,18 Millionen Euro vorgesehen.

Ein weiteres Ziel der Flurbereinigung ist die Zusammenlegung landwirtschaftlicher Flächen. Die Wertermittlung hat bereits begonnen, Vermessung und Flächentausch sollen bis 2023 abgeschlossen sein.

Die Gesamtkosten werden zu 75 Prozent durch Zuschüsse von Land, Bund und EU (53 Prozent) getragen, 13,5 Prozent zahlt die Gemeinde. Die Teilnehmer müssen einen Beitrag von 330 Euro pro Hektar leisten, die Zahlung wird über vier Jahre gestreckt. Die ersten Bescheide werden laut Schütte in Kürze verschickt.

Die ökologische Aufwertung der Großen Aue muss noch etwas warten.

Beim aufwendigsten Projekt der Flurbereinigung – der ökologischen Aufwertung der Großen Aue – geht es dagegen nicht so schnell voran. Die Brückenuntersuchungen laufen, doch viele weitere Fragen sind noch offen. Zum einen muss die Finanzierung, die in den 4,5 Millionen Euro nicht berücksichtigt ist, geklärt werden. Gemeinde und Bürger sind außen vor. Laut Heinrich Dammeier vom ArL ist der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband Große Aue bezüglich Landesmitteln mit dem Umweltministerium im Gespräch. Zum anderen hängt der Umfang der Maßnahmen auch von der Flächenverfügbarkeit ab. Daher macht es aus Sicht Dammeiers eine konkrete Planung vor der Flächenzuteilung wenig Sinn.

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