431. Großmarkt in Wagenfeld eröffnet / Bürgermeister Matthias Kreye absolviert Premiere mit Bravour

Freibier fließt nach dem ersten Schlag

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Das große Festzelt war zur Eröffnungsfeier gut gefüllt.

Wagenfeld - Der 431. Großmarkt in Wagenfeld ist seit gestern Mittag geöffnet. Vor zahlreichen Bürgern und Ehrengästen hatte Bürgermeister Matthias Kreye im Festzelt traditionell das erste Fass Bier angeschlagen.

„Für mich ist das eine doppelte Premiere“, sagte Kreye. „Es ist mein erster Großmarkt als Bürgermeister.“ Geübt habe er den Fassanstich zuvor auch nicht. Umso lauter brandete der Applaus der Zuschauer auf, nachdem der Gerstensaft bereits nach dem ersten Schlag auf den Zapfhahn ins Glas geströmt war. Kreye wirkte sichtlich erleichtert und auch die zufriedenen Gesichter von Dirk Lütvogt (Auburg Quelle) und Gerd Walsemann (Barre Bräu), die zur moralischen Unterstützung mit ans Fass getreten waren, bescheinigten dem Bürgermeister, dass er seine Sache gut gemacht hatte.

„Normalerweise wird in den Eröffnungsreden ja immer eine Nachbargemeinde auf die Schippe genommen“, erklärte Kreye während seiner Festrede im Anschluss. „Aber ich konnte mich zum einen nicht für eine Gemeinde entscheiden, zum anderen will ich es mir ja nicht gleich im ersten Jahr mit den Kollegen verscherzen.“ Er gab den Zuhörern stattdessen einen äußerst humorvollen Einblick in sein erstes Amtsjahr und die kleinen Schwierigkeiten, die die Position mit sich bringt. Die Gäste erfuhren wie es sich anfühlt, wenn kurz vor einer Bürgerversammlung noch ein wichtiger Anruf eingeht und die Zeit knapp wird, oder wie es ist, wenn man die Begrüßungsrede für einen Vortrag im Europäischen Fachzentrum für Moor und Klima (EFMK) auf Deutsch schreibt, das Publikum aber aus verschiedenen Ländern kommt.

Bezug nehmend auf eine Schlagzeile dieser Zeitung vom Juli des vergangenen Jahres („Ich werde weiterhin die Hecke schneiden“) freute er sich, dass er dies trotz seines engen Zeitplans auch geschafft hatte – wenn auch nur knapp.

Werner Schneider, stellvertretender Landrat, stellt in seinem Grußwort die Bedeutung des Wagenfelder Marktes für die Region heraus. „An den Markttagen soll man sich vergnügen – ich denke, dass können die Besucher hier gut.“ Für die musikalische Untermalung sorgten die „Original Huntetaler“.

Der Wagenfelder Großmarkt hat noch bis morgen seine Pforten für Besucher geöffnet. Diese können sich im und vor dem Gewerbezelt auf einen bunten Branchenmix freuen. Zahlreiche heimische und auswärtige Unternehmen stellen ihre Produkte und Dienstleitungen vor. Für jede Menge Spaß und Unterhaltung sorgen auch dieses Jahr wieder verschiedene Fahrgeschäfte. Morgen Vormittag werden auf dem Gelände zusätzlich ein Kleintier- und Geflügelmarkt, ein Flohmarkt und ein Gottesdienst veranstaltet.

mj

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