Weiteste Anreisen von den Färöer-Inseln, von Finnland, Spanien und Italien / Lob von dem begleitenden Polizisten

Vulcan-Riders bewiesen Sitzfleisch

Diese Kawa hatte das Wohnmobil im Schlepp.

Diepholz - EYDELSTEDT (up) · Die Vulcan Riders haben Sitzfleisch. Das bewiesen sie am Wochenende bei ihrem internationalen Treffen am Bistro Hespenheide im Hülsmeyer--Park. Anders hätten die Teilnehmer die weite Reise etwa von den Färöer-Inseln, aus Spanien, Italien oder Finnland wohl kaum geschafft.

Die Tatsache, dass die Motorradfahrer der Kawasaki-Modellreihe VN, EN, Mean-Streak zum Teil einen Anfahrtsweg von über 2 000 Kilometern in Kauf nehmen, unterstreicht zum einen die Verbundenheit mit der Marke, zum anderen aber die Freundschaft unter den Mitgliedern. „Es geht bei uns sehr familiär zu“, meint Deutschland-Präsident „Big B.“, „wir reden über Gott und die Welt, fördern das positive Bild der Motorradfahrer, fördern Ziele und Aktivitäten hin zu verantwortlichem Motorrad fahren und haben einfach nur Spaß.“ Welt-Präsident Lasse Lähnn ergänzt: „Die Hauptsache ist, dass wir Spaß haben. Alle laufen mit fröhlichen Gesicht herum, fun is most important!“

„County“ aus Hamburg ist ein Paradebeispiel für einen richtigen Vulcan Rider. Mit 28 erwarb er seinen Motorradführerschein. Als im Oktober vor elf Jahren sein Enkelkind geboren wurde, ging der Busfahrer in Hamburg in die Stadt und kaufte sich eine große Kawasaki. Er merkte zu spät, dass der Winter eigentlich kein Wetter für Motorradfahrten ist und ließ es im Geschäft stehen. Erst im März rief ihn der Verkäufer an und fragte, ob er denn nicht sein Motorrad abholen wolle. Drei Nachschul-Fahrstunden später marschierte er ins Geschäft und holte seine Maschine ab, mit der er nun auch in Eydelstedt war.

Nur Lob hatte übrigens der (auf dem Polizei-Motorrad) bei der Ausfahrt mitfahrende Polizist Andreas Dennhardt für die Biker übrig: Alle waren diszipliniert, es gab nicht einen Ausrutscher.“

Echte Hingucker waren beim Welttreffen die Vulcan mit dem Anhänger, in dem der Besitzer auch schlafen kann, eine grüne Vulcan mit Seitenwagen, die neueste Voyager 1700 mit Radio und CD-Player, Navi, sowie Lautsprecherboxen für Fahrer und Sozius, sowie die VN 2000 Classic mit 2000 ccm Hubraum, der größte V-Twin Cruiser der Welt.

„Big B.“ (mit richtigem Namen Bernd Schmitz) als Hausherr zeigte sich rückblickend vollauf zufrieden: „Wir haben tagelang alte Freundschaften unter Gleichgesinnten gepflegt, neue geschlossen und Party und Geselligkeit genossen.“ „Roof Captain Chris“, der für den sicheren Ablauf zuständig war, stimmt ein: „Es lief alles wunderbar, es gab keinen Unfall und nicht einmal eine Maschine bekam während der vier Tage hier auch nur einen Kratzer ab.“

„Moneyman Michael II“ reiste als einziger Vulcan Rider mit Wohnmobil an – bei Motorradfahrer ja besonders verpönt – weil er einen Verkaufsstand aufgebaut hatte. Dort gab es auch das neueste T-Shirt mit dem Hinweis auf das Treffen 2010 in Barnstorf.

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