Syke im Goldfieber: 500 Schatz-Freunde

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Farblos, aber ein Magnet: Nur das 3-D-Modell des Gesseler Schatzes war im Syker Theater zu sehen, aber die Geschichte des Goldes faszinierte rund 500 Besucher.

Von Anke Seidel - Syke. Goldknaben, Goldnase, Goldkugeln und Goldschlips erlebten rund 500 Besucher am Donnerstag im ausverkauften Syker Theater. Aber echtes Gold aus dem Gesseler Schatz? Fehlanzeige.

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Allein das farblose, längst berühmte 3-D-Modell des einzigartigen Fundes war zu sehen – und übte auf die zumeist älteren Besucher eine magische Faszination aus. Trauben von Menschen drängten sich nach Fachvorträgen und Film um die kleine Vitrine auf der Bühne: Syke im Goldfieber. Allen voran Bürgermeister Harald Behrens, der – mit goldfarbenem Schlips um den Hals – vor bildhaften Beschreibungen und überbordender Begeisterung nur so sprühte. Selbst die bodenständige stellvertretende Landrätin Ulrike Schröder hatte das Goldfieber erfasst. Nicht nur, dass sie alle nur denkbaren Informationen über den Fund und über die Bronzezeit verschlungen hatte. „Wir wollen hoffen, dass der Goldschatz hier im Heimatmuseum zu sehen ist“, unterstützte sie das Ziel von Landrat Cord Bockhop, das Gesseler Gold ins Kreismuseum zu holen – als Dauerleihgabe des Landes.

Der "Diepholzer Schatz"

Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
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Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
Großer Informationsrummel zum Gesseler Goldfund mit Expertenberichten, Filmvorführung und Fragerunde: Hunderte Besucher versuchten am 19. April im Syker Theater, irgendwie einen Blick auf den Fund des Jahrhunderts zu werfen. ©  Mediengruppe Kreiszeitung / Heinfried Husmann
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © Mediengruppe Kreiszeitung / Alena Staffhorst
Anfertigung der Blockbergung durch Mitarbeiter der ARGE Archäologie NEL-West und Bernd Rasink, dem Projektkoordinator des NLD. © Foto: A. Niemuth, NLD.
Mit Maschinenkraft wird die Blockbergung zum Abtransport angehoben. © Foto: M. Ritrich, Touchmedia, Oldenburg.
Aus CT-Daten der Firma YXLON wurde von medico-tec mit einer 3D-Printing Maschine ein exaktes Modell erschaffen. © Foto: V. Minkus, Hannover
Die Restauratorin Tina Heintges legt den Schatzfund frei. © Foto: V. Minkus, Hannover
Ein Teil des Goldschmuckes während der Freilegung. © Foto: V. Minkus, Hannover
Die Restauratorin Tina Heintges drapiert Goldspiralen zur fotografischen Dokumentation. © Foto: V. Minkus, Hannover
Die goldene Fibel (Gewandspange) ist das Prunkstück des Schatzfundes. © Foto: V. Minkus, Hannover

Dessen Fachreferenten für Archäologie und Denkmalpflege begrüßte Harald Behrens als „Goldknaben“. Dr. Stefan Winghart (Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hannover), Dr. Hennig Haßmann (Landesarchäologe), Friedrich-Wilhelm Wulff (Bezirksarchäologe) und vor allem der Projektleiter und Pipeline-Archäologe Bernd Rasink referierten über den atemberaubenden Fund, seine sorgfältig durchdachte Bergung und seine einzigartige Bedeutung für die Geschichte der Bronzezeit in Mitteleuropa. Denn Professorin Carla Vogt (Institut für Anorganische Chemie an der Universität Hannover) und ihr Team hatten mit Untersuchungsmethoden wie Laserablation mit Massenspektronomie sensationelle Entdeckungen gemacht: Die Goldspiralen waren vor 3 400 Jahren aus bereits verarbeitetem Material entstanden. An einem Haltewerkzeug war das Gold, das ursprünglich aus Zentralasien stammte, in ganz weichem Zustand durch ein kleines, hölzernes Loch gezogen, dann zu einem Draht geformt und schließlich zu gleichmäßigen Spiralen gewickelt worden. Jeweils zehn (vermutlich eine für jeden Finger) hatten die Menschen der Bronzezeit miteinander verbunden. Acht solcher Ketten gehören zum Goldhort von Gessel, der in einem Leinenbeutel nahe eines alten Handelsweges offenbar hastig vergraben worden war.

Goldschatz aus Syke-Gessel

117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa
117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas. © dpa

Vor Räubern? Als späteres Opfer für die Götter? Von welchen Menschen? Die Fragen an die Referenten schienen kein Ende nehmen zu wollen. Geduldig gaben die Fachleute Auskunft, beschrieben eine waldreiche Landschaft, in der Vieh weidet und Menschen in kleinen Dörfern leben. Weniger die Vergangenheit als vielmehr die Zukunft des Schatzes hatte ein Zuhörer im Sinn: „Wem gehört der Schatz?“ Rechtlich sei er Eigentum des Landes und gehöre deshalb ins Landesmuseum, antwortete Landesamtspräsident Winghart – und besänftigte vorsorglich die Gemüter: „Ich glaube ganz sicher, dass der Landkreis Diepholz nicht leer ausgehen wird.“

Kommentar unseres Chefredakteurs Hans Willms

Der Goldschatz gehört nach Syke

Keine Frage, der Gesseler Goldschatz zieht die Menschen in seinen Bann. Es kommt ja auch nicht alle Tage vor, dass Archäologen fast direkt vor der eigenen Haustür einen solchen Sensationsfund machen. Der allgemeinen Euphorie und Faszination über die goldenen Bänder und Spiralen aber sollten nun möglichst schnell Ernüchterung und Pragmatismus folgen. Denn in den kommenden Monaten wird es immer häufiger um die Frage gehen: Wohin mit dem Goldschatz? Die Antwort kann dabei nur lauten: Nach Syke!

Dass Bürgermeister Harald Behrens bereits für kommende Woche zu einer öffentlichen „Ideenschmiede“ eingeladen hat, wie Syke den Schatz am besten vermarkten kann, mag aus seiner Sicht eine öffentlichkeitswirksame Strategie sein. Hilfreicher wäre es, erst einmal mit den Vertretern des Landkreises eine starke Allianz zu schmieden. Nicht populistischer Aktionismus ist gefragt, sondern bedachtes Handeln und harte Überzeugungsarbeit. Für das Kreismuseum in Syke wäre der Goldschatz im wahrsten Sinne eine echte Bereicherung. Und eine große Chance, das etwas verstaubte Image dieser Einrichtung ordentlich aufzupolieren.

 

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