Zweiter Arschbombenwettbewerb: Kreativität entscheidet über den Sieg

Mit voller Wucht ins Wasser

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27 Wettkämpfer messen sich in der Frage, wer Wasser am besten verdrängen kann. ·

Weyhe - Von Marvin KöhnkenKIRCHWEYHE · Aus dem Handstand heraus wagt Pia de Lippe ihren Sprung in der Kategorie „freestyle“ vom Drei-Meter-Turm. Ein Raunen geht durch die Reihen der Zuschauer, die 15-Jährige kombiniert ihr Geschick als Leistungsturnerin und die Notwendigkeit, mit möglichst viel Wucht in das Wasser einzutauchen, und erhält dafür gute bis sehr gute Noten von der Jury des Arschbombenwettbewerbs im Weyher Freibad.

Die Kirchweyherin ist in der Gruppe der 15- bis 99-Jährigen eine von zwei Mädchen, die trotz ihrer relativ geringen Körpermasse am Vergleich teilnimmt. Als regelmäßige Freibadbesucher war es für sie und Nina Woller (17) aus Sudweyhe selbstverständlich, sich anzumelden und sich höchst offiziell mit der Konkurrenz zu messen.

27 Teilnehmer in zwei Altersklassen bewiesen am Sonntagnachmittag in drei Sprung-Disziplinen ihr Können. Sie versuchten, möglichst hohe Fontänen zu erzeugen und beim Eintauchen ins Wasser gleichermaßen eine gute Figur abzugeben. Die vierköpfige Jury bewertete die Sprünge mit viel Fachwissen. „Nur die reine Spritzhöhe zu bewerten, wäre unfair, daher ist die Technik beim Eintauchen ins Wasser besonders wichtig“, erklärt Jochen Badtke vom Weyher Schwimmverein und erwies sich als besonders kritisches Jurymitglied gegenüber Springern, die beim Eintauchen zu sehr in Rückenlage gerieten.

Constantin Hess und Marcus Grosser vom Verein „ProYOUgend“ begleiteten die Springer auf dem Weg ins kühle Nass und kommentierten das Geschehen spitzfindig. Besonders gelungene Sprünge honorierte das gut gelaunte Publikum mit Applaus.

Auch Schwimmmeister und Jurymitglied Hubert Dollinger war zufrieden. „Durch das gute Wetter haben sich noch einige Teilnehmer kurzfristig entschlossen, an der Veranstaltung teilzunehmen.“

Durch ihre Sprünge konnte sich Pia de Lippe für die Finalrunde der letzten sechs qualifizieren und belegte am Ende Platz fünf. Sieger bei den älteren Springern wurde Niclas Kuhlmann. In der Gruppe bis 14 Jahren siegte Tobias Wagner, der gleich mehrfach im Turnierverlauf die Höchstzahl von 24 Punkten erzielte.

Pia und ihre Freunde würden gerne wieder am Arschbombenwettbewerb teilnehmen. Der Gruppe gefiel der Nachmittag insgesamt gut. „Vielleicht wäre es fairer, die Teilnehmer nach Gewichtsklassen einzuteilen“, schlug sie jedoch vor und ergänzte: „Dass man Freikarten für das Freibad gewinnen kann, finde ich nicht so gut. Wir besitzen bereits Saisonkarten und würden uns auch über kleinere Trophäen freuen.“

Auch die Veranstalter stellten den Spaß am Wettbewerb als vorrangigen Motivationsfaktor in den Vordergrund. Mit wenig Aufwand sei es gelungen, die Attraktivität des Freibades zu erhöhen und über die Veranstaltung hinaus sichtbar zu machen, so Marcus Grosser. Der Wettbewerb reiht sich ein in eine Aktionsreihe der Gemeinde, um das Bad als Freizeitziel näher in den Fokus zu rücken.

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