„Das ist meine Lebenseinstellung“: Kay Stiegler ist ein echter Ritter

Mit voller Kampfausrüstung in den Supermarkt

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Ritter Kay Stiegler (2.v.l.) mit (von links) seiner Lebensgefährtin Jasmin Gebauer, seinem Pagen Pascal Kutschera, seinem Fechtpartner Kai Kutschera und dessen Frau Nadja. ·

Martfeld - Von Ulf Kaack. In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlags in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen.

Kay Stiegler hat sogar ein eigenes Ritterwappen.

Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. „Ich besuchte mehr aus Zufall einen Mittelaltermarkt und sah dort ein Heerlager mit Kriegern und Söldnern, Handwerkern und Minnesängern – eben allem, was zu einem solchen Szenario gehört“, erklärt der 40-Jährige. „Sofort fand ich Anschluss an diese nicht alltägliche Gesellschaft, sie zog mich in ihren Bann. Als ich abends unheilbar infiziert nach Hause fuhr, besaß ich mein erstes Leinenhemd und ein Schwert.“ Schnell wurde er heimisch in der Szene, verlebte fortan seine Wochenenden standesgemäß im Zelt auf historischen Märkten und in Heerlagern. Eine Zeit der Orientierung: „Als Neuling schnuppert man erst einmal hinein in diesen geschichts trächtigen Mikrokosmos, um seine eigene Rolle zu finden. Je nach Interesse und Fähigkeiten entwickelt man sich zum Handwerker, Barden, Krieger, Knecht, Gaukler … Mich interessierten dabei vor allem das Fechten, die historischen Waffen und Rüstungen.“

Ritter in Martfeld

In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
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In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
In Martfeld residiert ein echter Ritter: Vor drei Jahren wurde Kay Stiegler von der Baronin von Leipnitz mit der Kraft des Schwertschlages in diesen Stand erhoben und darf seinen Titel seitdem rechtmäßig führen. Das Mittelalter hat Kay Stiegler von Kindesbeinen an fasziniert. Was lange Zeit eher am Rande seine Aufmerksamkeit erregte, wurde 2007 über Nacht zu einer Leidenschaft, die heute sein Leben bestimmt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
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So schlüpfte Kay Stiegler in die Rolle eines Ritters des Deutschen Ordens. Schnell wuchsen die Ausrüstung und die Gewandung, die sich so nah wie möglich an den historischen Vorbildern orientiert. Bei einem Fechtmeister lernt er bis heute den authentischen Umgang mit Schwert, Schild, Dolch und Streitaxt. „Ein niemals endender Lernprozess“, sagt er. Den notwendigen geschichtlichen Hintergrund erarbeitete er sich durch nächtelanges Studieren von Fachliteratur über das Mittelalter.

Und dann kam jenes Aufeinandertreffen mit besagter Baronin 2010 bei einem Heerlager in Rotenburg: Die Adlige gab sich nicht als solche zu erkennen, unterhielt sich stundenlang mit Stiegler und unterzog ihn unbemerkt einer Vielzahl von Prüfungen. Am Ende stellte sie fest, dass sein Wesen eines Edelmanns würdig ist. Im ostfriesischen Dornum erhob sie ihn wenig später in einer standesgemäßen Zeremonie vor mehreren hundert Zuschauern in den Stand des Ritters.

Wenn sich der Martfelder Edelmann zusammen mit seiner Lebensgefährtin Jasmin Gebauer (29) mitsamt ihrer Ausrüstung auf den Weg ins Heerlager macht, dann ist sein Kleinbus bis unters Dach gefüllt: Bis zu zwölf Schwerter haben sie dabei, eine Kriegs- und eine Bartaxt, zwei Morgensterne, vier Lanzen, einen Bogen, drei Helme sowie drei Schilde. Dazu kommen stilecht Zelt, Schlafstatt und diverse zeitauthentische Utensilien.

Mittelaltermärkte und Heerlager ziehen in der Saison viele Besucher an. Bereitwillig gibt Stiegler den Gästen Auskunft über seine Leidenschaft und die dargestellte Epoche. Feste Programmpunkte sind vor allem Fechtdemonstrationen und Schaukämpfe, die mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen für Darsteller und Publikum inszeniert werden. Übrigens ein schweißtreibender Job, denn die Ausrüstung mit Helm, Kettenhemd, Panzerung und Waffen bringt locker 25 zusätzliche Kilos auf die Waage.

Neben dem Zusammensein mit Gleichgesinnten und der sportlichen Komponente des Fechtens ist Stiegler vor allem am kulturellen und sozialgeschichtlichen Hintergrund des Mittelalters interessiert, hat sich ein beeindruckendes Fachwissen angeeignet. Und das gibt er gern weiter. Mehrfach hat er bereits vor Schulklassen referiert, sogar im Rahmen eines Projekts für Kinder aus einkommensschwachen Familien gemeinsam mit einigen Gefährten ein zweitägiges Mittelalter-Camp organisiert. Ein dankbares und sehr aufgeschlossenes Publikum, sagt er.

Der zehnjährige Pascal, Sohn seines Fechtpartners Kai Kutschera aus Bremen, lernt bei Kay Stiegler des Kämpfers Handwerk und die Tradition des Mittelalters. Seit Kurzem ist er der Page des Ritters und ihm stets zu Diensten. Im Gegenzug sorgt der Edelmann für ihn, weiht ihn in die Riten und Brauchtümer der Epoche ein und ist für sein Wohlergehen und die standesgemäße Erziehung verantwortlich.

„Für mich ist das Dasein als Ritter weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung“, bilanziert Stiegler, der auch mal in voller Kampfausrüstung in den Supermarkt geht. „Es ist meine Lebenseinstellung, der ich alles andere unterordne. Ein Paralleluniversum in der realen Welt. Mein Wissen und meine Begeisterung möchte ich weitergeben, denn die Historie und Kultur des Mittelalters sind äußerst spannend und dürfen keinesfalls in Vergessenheit geraten.“

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