Einweihung beim Schlossturmfest mit den „Oll’n Handwarkers ut Worphusen“

Viel Lob für Rosengarten am Schloss

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Der Rosengarten am Schloss fand allgemeine Anerkennung. ·

Diepholz - Siegfried Noß hatte die Idee für einen Rosengarten am Schloss, und diese setzte nun der Heimatverein Diepholz mit Unterstützung durch die Firmen Uder und Tasche um.

Zwar fehlen noch einige Rosenbögen und Bänke, aber das Ergebnis kann sich auch so durchaus sehen lassen und stieß beim Schlossturmfest auf allgemeine Zustimmung. Heimatvereins-Vorsitzender Burckhard Bode verhehlte zwar nicht, dass zunächst nicht alle Mitglieder davon begeistert waren, „aber jetzt stehen alle voll dahinter.“

Nicht nur die vielen Gäste, die bei sommerlichen Temperaturen zum Schloss kamen, lobten den neuen Rosengarten, sondern auch die „Oll’n Handwarkers ut Worphusen“, die alte Handwerke vorstellten und mit ihren Ständen die Schlossinsel bevölkerten.

So lohnte sich ein Gang rund um das Schloss diesmal gleich doppelt. Zum einen sahen viele Besucher aus der Region zum ersten Mal die Stelen, die einen Einblick in die Geschichte der Stadt, der Unternehmen und Vereine widerspiegeln, zum anderen hatten zwischen den Stelen die „Handwarkers“ ihre Stände aufgebaut, boten ihre Waren an und – was viel interessanter ist – stellten alte Handwerke vor.

Harald Geiger hatte seinen Amboss und seine Esse aufgebaut und schmiedete – passend zum am Nachmittag stattfindenden Kreissängerfest – Notenschlüssel als Verbindung zwischen altem Handwerk und jüngster Geschäftstüchtigkeit. Unterstützt wurde er von Malte, Sohn eines weiteren Ausstellers. Geiger besucht als Schmied etwa zehn bis zwölf Veranstaltungen pro Jahr. „Im Laufe der Zeit ist die Nachfrage nach diesem archaischen Handwerk immer stärker geworden“, erzählt er, deshalb räume er nun den „Oll’n Handwarkers ut Worphusen“ Vorrang an, wenn es um Termine gehe.

Cord Töbelmann geht seit 1994 mit den „Handwarkers“ als Kaffeeröster auf Reisen. „Der Kaffeeduft lockt die Interessierten“, weiß der Polizist, der auf brasilianischen Kaffee setzt, „der einfach kräftiger schmeckt“. Die rohen Bohnen röstet er auf einem alten, mit Holz beheizten Herd. „Manchmal bin ich aber auch als alter Gendarm unterwegs“, so Töbelmann, „mit Pickelhaube und in historischer Uniform.“

Im Schlossinnenhof luden kulinarische und nachmittags gesangliche Genüsse die Gäste zum Verweilen ein. Daneben nutzten viele Besucher die Gelegenheit dem Museum im Schloss-turm einen Besuch abzustatten und einen Blick über Diepholz aus luftiger Höhe zu werfen.

Für die jüngeren Besucher boten Annika Flöte und die Mädels der Mädchen-Sport-AG „alte Spiele“ auf der Wiese an und ein Märchenerzähler sorgte für Abwechslung. · up

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