Haupt- und Realschüler sammeln handwerkliche Erfahrungen im Berufsbildungszentrum

„Viel gelernt und Spaß gehabt“

Die Achtklässler Andre Arndt (l.) und Kevin Beneke beim Körnen eines Metallstücks.

Barnstorf - (bau) · „Was willst Du einmal werden?“ Diese Frage wird Schülern ab der achten Klasse recht häufig gestellt. Viele Jungen und Mädchen haben aber nur sehr vage oder noch gar keine Vorstellungen, in welchem Beruf sie später arbeiten möchten. Orientierungshilfen soll ein Projekt geben, das die Christian-Hülsmeyer-Schule in Barnstorf in diesem Schuljahr erstmals in Kooperation mit dem Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup in Diep holz durchführt.

Die Schüler der achten bis zehnten Klassen können an einem Nachmittag pro Woche für vier Stunden einen Kurs in Diepholz besuchen. Das Angebot erstreckt sich über drei Monate, so dass die Jungen und Mädchen die Möglichkeit haben, innerhalb eines Schulhalbjahres zwei Bereiche kennen zu lernen. Es gibt Angebote in Bearbeitungstechnik Holz, industrielle und handwerkliche Metalltechnik, Hauswirtschaft sowie Farb- und Raumgestaltung und Körperpflege. Die Grundlagen der Bearbeitung von Holz, wie beispielsweise Sägen, Bohren oder Schleifen, werden sogar in der Barnstorfer Schule vermittelt.

Im Bereich der handwerklichen Metalltechnik unter der Leitung von Stefan Luersen lernen die Teilnehmer erste Grundfertigkeiten wie Sägen, Feilen, Bohren, Biegen, Entgraten oder auch Herstellen von Innen- und Außengewinde. Eine handwerkliche Tätigkeit, die bei den Teilnehmern des jüngsten Kurses für Begeisterung sorgt. Die selbst gefertigten Dinge, darunter Kerzenständer oder Bügelsäge, können sie am Ende des Kurses mit nach Hause nehmen.

Kevin Beneke, Schüler der achten Klasse, ist in den vergangenen Monaten erstmals intensiv mit der Metallbearbeitung in Berührung gekommen. Sein Fazit fällt positiv aus: „Dieser Kurs hat mir echt gut gefallen, ich habe viel gelernt und Spaß daran gehabt. Aber ich weiß auch schon, was ich werden möchte. Ich möchte zur Berufsfeuerwehr.“

Denise Pieper, Schülerin der zehnten Klasse, hat sich für den Kurs Körperpflege unter der Regie von Simone Meyer entschieden. Die Lehrerin für Fachpraxis zeigt den Teilnehmern berufliche Grundlagen der Haarpflege auf. Dazu gehört zum Beispiel das Toupieren oder auch das Wickeln von Locken. Auch in der Maniküre und in der dekorativen Kosmetik werden erste Einblicke vermittelt. Es darf alles ausprobiert werden und das nutzen die Schülerinnen gern. Schließlich können sie perfekt geschminkt und frisiert nach diesen Nachmittagen nach Hause gehen. Denise Pieper hat diesen Kurs gern besucht, ihre Berufswahl hat sie aber noch nicht getroffen: „Friseurin oder Kosmetikerin möchte ich nicht werden, obwohl es mir hier gefallen hat. Vielleicht gehe ich erst einmal noch weiter zur Schule, um noch mehr zu lernen.“

In der Hauswirtschaft, angeleitet durch Fachbereichsleiterin Inge Bußmann, haben außergewöhnlich viele Jungen teilgenommen. Die Gruppe ist während der drei Monate zu einem richtig guten Team zusammen gewachsen. Beim Kochen einfacher, vollwertiger Gerichte, beim Abwaschen und Sauberhalten von Arbeitsplatten, Küchenkleidung und Händen machen alle Schüler eifrig mit. Und wer kein Koch werden will, kann hier eine gut funktionierende Teamarbeit kennen lernen. Für Zehntklässler Nick Huntemann, der zuhause oft für seine ganze Familie kocht und schon über reichlich Vorkenntnisse verfügt, ist der absolvierte Kurs eine Bestätigung. Er will den Beruf des Kochs erlernen.

Etwa 50 Schüler haben in dieser Woche zum Abschluss des Kurses ein Zertifikat erhalten. Frank Biestmann, stellvertretender Koordinator der Leitstelle „Region des Lernens“ und die jeweiligen Fachbereichsleiter überreichten das Dokument, das die Jungen und Mädchen ihrer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz hinzufügen können.

Mit der Kooperation zwischen der Christian-Hülsmeyer-Schule und des Berufsbildungszentrums ist für die Schüler eine weitere Möglichkeit geschaffen worden, in Berufsfelder hinein zu schnuppern, von denen sie sich schwer Vorstellungen über ihren Inhalt erwerben können. So kann die Teilnahme an diesen Kursen zum Ergebnis führen: „Das war gar nichts für mich!“ oder „Toll, das will auf jeden Fall weiter verfolgen!“

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