Nach über 40 Jahren im Schuldienst geht Hauptschullehrer Dieter Zander heute in den Ruhestand

Viel Einsatz für die Schule gezeigt

Im Lehrerzimmer hat Dieter Zander viele Stunden zur Vorbereitung verbracht.

Br.-Vilsen - (bg) · „Ich wünsche mir, dass die jungen Kollegen heutzutage alle Möglichkeiten der Entlastung bekommen, damit sie auch wieder viel Freude an ihrem Beruf haben“, sagt Dieter Zander. Er selbst muss sich darüber keine Gedanken mehr machen: Zander, als Lehrer überwiegend an der Hauptschule in Bruchhausen-Vilsen tätig, wird heute aus dem Schuldienst in den Ruhestand entlassen.

Es kommt nicht von ungefähr, dass Zander in seinem Rückblick erst einmal über seine Schule, Schüler und Kollegen spricht. Schließlich hat sich der 65-Jährige in über 40 Jahren Schuldienst immer für seine Schule eingesetzt. „Ich bin ledig geblieben, das war wohl für meinen Beruf als Lehrer recht günstig“, meint Zander, der nach eigenem Bekunden „immer viel Freude“ in der Schule gehabt hatte. „Man ist wenig beschränkt in seinem Handeln, kann seine Eigeninitiative mit einbringen und hat ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Ich hatte vor allem tolle erste Jahre im Schuldienst“, erinnert sich Zander. Seine Kollegen loben den Pensionär vor allem für sein gutes Tafelbild, seine besonnene und ruhige Art sowie dafür, dass er auch schwierige Klassen in den Griff bekommen hat. „Wir verlieren einen tollen und netten Kollegen, der immer viel Einsatz für die Schule gezeigt hat“, sagt ein Kollege.

Zander wurde am 5. Dezember 1944 im österreichischen Groß-Gerums geboren. Nach Kriegsende zog seine Familie nach Klein-Rhüden am Harz, wo Zander die Volksschule besuchte. Anschließend ging er auf das Gymnasium in Seesen, später auf das Gymnasium in Salzgitter-Lebenstedt. Nach dem Abitur leistete Zander seinen zweijährigen Wehrdienst ab. An der pädagogischen Hochschule Braunschweig absolvierte Zander von 1966 bis 1969 sein Lehramtstudium und fand dann eine Anstellung an der Volksschule in Martfeld, wo er fünf Jahre arbeitete. Schließlich wechselte er zur Hauptschule in Bruchhausen-Vilsen. Unterrichtet hat er dort die Fächer Deutsch, Mathe, Erdkunde Geschichte, Politik und Wirtschaft. Gelegentlich war dies auch auf der Realschule der Fall.

Von 1978 bis 1980 absolvierte Zander zusätzlich zum Beruf noch ein Fernstudium zum Beratungslehrer mit wöchentlichen Zusammenkünften beim Schulpsychologen in Syke. Obwohl er die Prüfung erst 1981 ablegte, hatte er seine Tätigkeit als Beratungslehrer bereits ab 1978 wahrgenommen – und das bis zu seinem letzten Tag im Schuldienst. „Heute ist der Beratungslehrer noch viel wichtiger geworden“, weiß Zander aus Erfahrung.

Seine Klassenfahrten organisierte der Pädagoge meist nicht über die niedersächsische Landesgrenze hinaus, schließlich sollte die Fahrt für alle Teilnehmer bezahlbar sein. „Heutzutage überlegt man sich das schon zweimal, ob man eine Fahrt unternimmt. Früher wurde nicht lange diskutiert, heute wird alles in Frage gestellt“, erklärt Zander in Bezug auf die Veränderungen im Laufe der Zeit. Zudem seien die Belastungen für die Lehrer heutzutage wesentlich höher. Die Intensität, mit der an Lehrplänen gearbeitet werde, und die Verkürzung der zeitlichen Abstände bei Curricula machten den Lehrern sehr zu schaffen.

Nach seiner Pensionierung will sich Zander seinen Hobbys widmen. Der sprachbegeisterte Martfelder möchte seine Französisch- und Russischkenntnisse verbessern und dabei viel reisen. Zudem steht Lesen, Tanzen, der Besuch von Theaterstücken mit seinem Theaterring und das Singen im Chor der Germanen aus Martfeld auf dem Programm.

Treu bleiben möchte Zander der Volkshochschule. Dort wird der Pensionär weiterhin Nichtschülerprüfungen im Fach Deutsch abnehmen. Die Absolventen der Kurse können so ihren Haupt- oder Realschulabschluss nachholen.

Im Rahmen einer Feierstunde erhält Zander heute seine Entlassungsurkunde und wird aus dem Kollegium der H/RS verabschiedet.

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