Bus prallt auf Auto: Einsatzübung bietet Rettungskräften viele Herausforderungen

Verletzte Kinder laufen weg

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Mit der Rettungsschere wird der Autofahrer aus dem Fahrzeugwrack befreit. ·

Barenburg - 13 Kinder sitzen im Bus, als dieser in der Abenddämmerung an der Kreuzung Furthweg/Loge mit einem Auto zusammenstößt. Der Wagen landet im Graben, der Autofahrer wird eingeklemmt und schwer verletzt – verletzt werden auch, zum Teil schwer, alle Businsassen einschließlich des Fahrers: Das Szenario einer Einsatzübung am Donnerstagabend, die Andy Zumaya und Stefan Heuer für die Ortsfeuerwehr Barenburg vorbereitet hatten.

Es warteten noch mehr Herausforderungen: Ein Baggerfahrer, der hinzukam und vom Fahrersitz aus den Notruf absetzte, erlitt anschließend einen Herzinfarkt und wurde bewusstlos.

Die Feuerwehrkräfte waren acht Minuten nach Alarmierung vor Ort und riefen sofort die DRK-Bereitschaften aus Varrel, Siedenburg und Twistringen sowie die Ortsfeuerwehren Kirchdorf und Scharringhausen zu Hilfe. Gemeinsam bargen sie die, realistisch „verletzt“ geschminkten, Kinder und den Busfahrer aus dem Bus und versorgten sie noch am Unfallort medizinisch. Die Feuerwehrleute legten vorsorglich Schlauchleitungen, falls es noch zu einem Brand kommen sollte. Eine besondere Schwierigkeit: Mehrere verletzte Kinder waren in Panik aus dem Bus gelaufen und in den angrenzenden Spargel- und Maisfeldern verschwunden. Die hereinbrechende Dunkelheit erschwerte die Suche, so dass zahlreiche Feuerwehrleute mit Handlampen die Felder durchkämmten. Mit Notstromgeneratoren betriebene Strahler beleuchteten die Szene, konnten aber bei der Suche nach den Kindern wenig helfen. Schwierig gestaltete sich die Bergung des Autofahrers: Hier musste mit einer Rettungsschere die hintere Autotür durchgeschnitten werden, um ihn aus dem Wrack ziehen zu können. Von einer knapp zwei Meter hohen Rampe aus wurde der Baggerfahrer geborgen und medizinisch versorgt. Nach einer Stunde waren auch die weggelaufenen Kinder gefunden.

Andy Zumaya lobte die beteiligten Wehren sowie die DRK-Bereitschaft für ihren umsichtigen Einsatz und dankte dem Busunternehmen Emme für die Bereitstellung des „verunglückten“ Busses samt Fahrer. Auch Einsatzleiter Gerd Vielhauer zeigte sich in der Nachbesprechung sehr zufrieden mit dem Verlauf. Solche Übungen sind notwendig, damit im Ernstfall die einzelnen Maßnahmen koordiniert ablaufen können und eventuell vorhandene Schwachstellen erkannt und abgestellt werden. · gk

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