Aus dem Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde heraus gegründet / Detlev Block zweiter Vorsitzender

Verein will alte Bahntrasse erhalten

Setzen auf das Prinzip Hoffnung für die Bahntrasse Bassum-Bünde: Martin Wolle, Detlev Block, Matthias Huck, Andreas Hollberg, Jens Rollik (v.l.).

Bassum - BASSUM · Das „Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde“ wird sich zukünftig in Form eines Vereins für den Erhalt des Schienenweges engagieren. Das teilte gestern der neue stellvertretende Vereinsvorsitzende Detlev Block mit.

Von Bassum aus konnte man bis 1994 mit dem Zug über Sulingen, Rahden, Bünde bis nach Bielefeld oder Osnabrück fahren. Der Schienenweg liegt derzeit in einem Dornröschenschlaf, da die Strecke nach Ansicht der Deutschen Bahn AG nicht mehr rentabel zu betreiben ist.

Bevor jedoch Schritte eingeleitet werden, die unumkehrbar sind, möchte der Verein die Chance nutzen, darüber nachzudenken, wie die Bahnlinie wieder zum Leben erweckt werden könnte. „Wir haben Kontakt mit Behörden aufgenommen, auch aus der Landesregierung in Hannover kamen Stellungnahmen, die darauf schließen lassen, dass auch von dort eine Wiederaufnahme des Betriebs – wenn auch nicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt – für nicht völlig unmöglich gehalten wird“, so Block.

Ein Streckenteil in Rahden werde zur Zeit erfolgreich mit einem Draisinenprojekt betrieben, von Rahden über Bünde fährt die Eurobahn mit eigenem Fahrplan bis Bielefeld. Der übrige Streckenabschnitt von Wagenfeld bis Bassum sei stillgelegt und an manchen Straßenübergängen unterbrochen. So im Zuge der derzeitigen Bauarbeiten an der B 61 in Bassum.

Der Verein Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde (http://www.aebb.de) setzt sich jedoch für den dauerhaften Erhalt ein. „Wenn auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Bedarf nicht absehbar ist, so bedeute das nach unserer Ansicht nicht, dass mit einem Bedarf für einen Zugverkehr auch später nicht zu rechnen ist, zum Beispiel in Folge des Weser-Jade-Ports“, so Block. Mit einem Verkauf wäre eine große Chance für die Region vertan. Dagegen habe sich der Verein positioniert. „Wir wollen mit eigenen Aktionen über die Bahnlinie aufklären und damit ein öffentliches Interesse am Erhalt der Strecke bewirken“, nennt der Bassumer das vorrangige Ziel. Touristische Konzepte und das regionale Interesse seien ein wichtiger Punkt in der Arbeit. Auch für die Nöte der von der Bahnlinie Bassum-Bünde abgehenden Nebenstrecken wolle man sich engagieren.

Unter der Mitwirkung von 16 Mitgliedern des Bündnisses wurde in der Gründungsversammlung in der Hubertus-Schänke in Sulingen eine Satzung erarbeitet und beschlossen. Der Verein soll gemeinnützig wirken und in das Vereinsregister eingetragen werden. Die Mitglieder kommen aus Ortschaften, die an der Bahnlinie liegen, aus den Landkreisen Diepholz, Nienburg, Osnabrück und aus Nordrhein-Westfalen. Die Versammlung wählte Matthias Huck aus Rahden zum Vorsitzenden, Detlev Block aus Bassum als seinen Vertreter. Kassenwart ist Andreas Hollberg aus Diepholz und Schriftführer Jens Rollik aus Osnabrück. Martin Wolle aus Bassum wurde als Beisitzer gewählt.

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