Kinder helfen Kindern: Heranführung an die Erste Hilfe und Unfallverhütung in der Grundschule Wagenfeld

Verantwortung ist wichtig und macht Spaß

Spielerisch führt Ausbilder Uli Rother die Kinder der vierten Klassen an der Grundschule Wagenfeld an die Erste Hilfe heran. ·
+
Spielerisch führt Ausbilder Uli Rother die Kinder der vierten Klassen an der Grundschule Wagenfeld an die Erste Hilfe heran. ·

Wagenfeld - Seit nunmehr elf Jahren ist Uli Rother „Stammgast“ in der Grundschule Wagenfeld. Der Ausbilder des DRK-Kreisverbandes Diepholz führt die Mädchen und Jungen der vierten Klassen jeweils im Januar spielerisch an die Praxis der Ersten Hilfe heran.

Kinder wollen anderen Menschen helfen. Und sie können das sogar schon in der Grundschule. Das Jugendrotkreuz führt in seinem Projekt „Kinder helfen Kindern“ Mädchen und Jungen spielerisch an Grundbegriffe der Ersten Hilfe heran.

Das Jugendrotkreuz hat Unterrichtsmaterialien entwickelt, durch die Lehrer in die Lage versetzt werden, die Themen Unfallverhütung und Erste Hilfe in der Grundschule zu behandeln.

Den mit Hilfe der Unterrichtsmaterialien ausgebildeten Schülern soll anschließend die Gelegenheit gegeben werden, Mitschülern im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der Schule Erste Hilfe zu leisten, diese zu trösten und zu betreuen.

„Mit der Realisierung des Projekts können Grundschullehrer einen maßgeblichen Beitrag zur Unfallverhütung leisten“, sagte Uli Rother gestern in der Auburg-Grundschule.

Ziel sei es, Grundschüler schon frühzeitig für die Erste-Hilfe-Idee zu begeistern und ihnen zu verdeutlichen, dass Verantwortung für den Mitmenschen wichtig ist und Spaß macht. Das Projekt solle dabei helfen, Ängste abzubauen und praktische Erfahrungen vermitteln, die die Kinder ermutigen und befähigen, im Notfall helfend tätig zu werden. Ihre Handlungskompetenz und ihr Selbstwertgefühl würden damit gestärkt.

Die praktische Übungseinheit dauert drei Stunden und spielt sich nahezu ausschließlich auf dem Boden ab. „Erste Hilfe wird in der Regel auf dem Boden vorgenommen“, machte Rother deutlich, dass so realitätsnah wie möglich gearbeitet wird. Die Kinder hockten auf Rettungsdecken, die über Isomatten gelegt waren.

Zunächst machte Rother sie mit dem Verbandmaterial vertraut, das größtenteils von Zuhause mitgebracht worden war. Anschließend zeigte er ihnen die verschiedenen Verbandmöglichkeiten. Immer dabei ein Kuscheltier. „Wenn sich ein Kind nicht verbinden lassen will, wird erst das Kuscheltier verarztet, um dem Kind die Angst zu nehmen“, begründete Rother diese Maßnahme.

Während der Übungen legte er immer wieder Ruhephasen ein, in denen er Geschichten erzählte. Dazu gehörte auch die von der Maus „Frederick“. Diese sammelt nicht wie die anderen für den Winter Körner und Nüsse, sondern Sonnenstrahlen, Farben und Wörter, die Träume also und die Hoffnungen. Und als das Futter in einem harten Winter zur Neige geht, erwärmen sich die übrigen Mäuse an Fredericks Geschichten.

Beiläufig fragte Rother die Mädchen und Jungen auch, ob sie wüssten, wo sich im Auto Verbandkasten und Warndreieck befinden und wo Zuhause der Verbandkasten aufbewahrt wird. „Kinder können auch mal in die Situation kommen Erwachsenen zu helfen, wenn sich diese verletzt haben“, merkte Rother an.

Er ist mittlerweile seit 40 Jahren mit Erster Hilfe beschäftigt und hat eine „spannende Entwicklung“ erlebt. · hwb

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Millionenprojekt nimmt Formen an

Millionenprojekt nimmt Formen an

Millionenprojekt nimmt Formen an
Diepholz: Kreuzung ist nun Kreisel

Diepholz: Kreuzung ist nun Kreisel

Diepholz: Kreuzung ist nun Kreisel
Fünf Standorte in Syke kommen laut Planungsbüro für Windkraftanlagen in Frage

Fünf Standorte in Syke kommen laut Planungsbüro für Windkraftanlagen in Frage

Fünf Standorte in Syke kommen laut Planungsbüro für Windkraftanlagen in Frage
Unterkünfte werden noch benötigt

Unterkünfte werden noch benötigt

Unterkünfte werden noch benötigt

Kommentare