Appell zur Neuausrichtung des Waffensystem-Unterstützungszentrums 2

Veränderte Einheiten

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Bei einem Appell in Halle 41 auf dem Diepholzer Fliegerhorst entband Oberst Stephan Knobloch (rechts), Kommandeur des Waffensystem-Unterstützungszentrums 2, gestern Einheitsführer von ihren bisherigen Aufgaben und verpflichtete sie als Chefs von im Rahmen der Bundeswehr-Neuausrichtung neu aufgestellten Einheiten des Verbandes. ·

Diepholz - Von Eberhard JansenDer Transporthubschrauber CH-53, der als Dekoration in der Halle 41 des Fliegerhorstes stand, hatte mehr als Symbolcharakter: Er wurde bislang von der Luftwaffen-Instandhaltungsgruppe 25 in Diepholz gewartet. Aus dieser Einheit wird zum 1. April das „Systemzentrum 21“.

Im Rahmen eines Appells auf dem Fliegerhorst wurden gestern mehrere Einheiten aufgelöst und zum großen Teil unter neuem Namen neu aufgestellt – im Rahmen der Neuausrichtung der Waffensystemlogistik der Luftwaffe.

Der Kommandeur des Diep holzer Waffensystem-Unterstützungszentrums 2, Oberst Stephan Knobloch, nahm die Entbindung beziehungsweise Verpflichtung der Einheitsführer vor. Bei dem Appell beging die Waffensystemlogistik formal den letzten Schritt der Neuausrichtung, die im April 2012 begonnen hatte.

Im weiteren Verlauf soll das Diepholzer Waffensystem-Unterstützungszentrums 2 mit der Hubschrauber-Wartung bekanntlich nach Holzdorf/Schönewalde in Brandenburg verlegt werden   – nach bisherigen Erkenntnissen frühestens im Jahr 2018.

Vor den formalen Akten hatte Oberst Knobloch vor angetretenen Einheits-Vertretern und zivilen Gästen – darunter stellvertretender Landrat Werner Schneider und der Diepholzer Bürgermeister Dr. Thomas Schulze – in einer Rede die Hintergründe und aktuellen Entwicklungen der Bundeswehr-Neuausrichtung dargestellt.

Der Kommandeur betonte, dass die Bundeswehr besser auf den Einsatz ausgerichtet werde. Auch unterliege die Neuausrichtung einer solideren, dauerhaften Finanzplanung. Knobloch: „Die Bundeswehr wird nicht nur kleiner, sondern auch effizienter aufgestellt.“

Planungssicherheit wie zu Zeiten des Kalten Krieges werde es nicht mehr geben, meinte der Kommandeur. Im Vordergrund stehe für die Waffensystemlogistik die Fähigkeit, Einsatzverbände im Grundbetrieb und im Einsatz zu unterstützen.

Die Zielstruktur sieht für das Waffensystem-Unterstützungszentrum 2 (Diep holz) sechs unterstellte Systemzentren vor: Systemzentrum 21 für die Instandsetzung des Hubschraubers CH 53 (noch in Diepholz), 22 in Donauwörth als Kooperation mit der Firma Airbus (Hubschrauber NH90/Tiger), 23 in Wunstorf für Flugabwehrraketensystem Patriot, 24 in Trollenhagen für bodengebundene Radargeräte, 25 in Erndtebrück für IT-Systeme und 26 in Wunstorf als Kooperation mit der Industrie für das Transportflugzeug A400M.

Der Transporthubschrauber CH-53, der beim Appell in der Halle stand, ist vermutlich der letzte, der nach der Wartung in Diepholz zurück nach Afghanistan geht, da sich der Einsatz dort dem Ende nähert.

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