Umfangreiche Baggerarbeiten für das Europäische Fachzentrum Moor und Klima laufen

Unmengen an Erdreich werden bewegt

+
Umfangreiche Erdarbeiten laufen derzeit auf dem Gelände am Forstweg in Ströhen, wo das Europäische Fachzentrum Moor und Klima entsteht.

Ströhen - Umfangreiche Erdarbeiten bestimmen derzeit die Szenerie auf dem Gelände am Forstweg in Ströhen, wo das Europäische Fachzentrum für Moor und Klima (EFMK) errichtet wird. Die Gebäude des ehemaligen Bundeswehrdepots sind inzwischen abgerissen, das angefallene Material ist abtransportiert und entsorgt.

Derzeit ist die Firma Wiechert aus Hemsloh mit umfangreichen Erdarbeiten beschäftigt. „Der Mutterboden musste bis zum gewachsenen Boden zum Teil bis zu einer Tiefe von drei Metern entfernt werden“, sagte dazu Oliver Keese von Keese Ingenieure und Partner. Derzeit ist der Mutterboden zu riesigen Haufen aufgeschüttet. Später wird er zum Ausgleich des Geländes verwendet. „Dieses ist dann einen Ticken erhöht gegenüber der jetzigen Lage“, fügte Keese hinzu.

Auf Altlasten sind die Verantwortlichen nicht gestoßen. „Das Gelände ist auch vorher darauf überprüft worden“, betonte der Ingenieur. Parallel zum Aushub des Mutterbodens wurde auch der Bunker freigelegt, um ihn mit einem Schutzanstrich abdichten zu können. Auch diese Arbeiten gehen voran. Vom Bunker aus wird es einen Zugang zum Kellertrakt geben, der unter einem Teil des Fachzentrums eingeplant ist.

Der riesige Krater, der durch den Aushub des Mutterbodens entstanden ist, wird mit Sand verfüllt. „Dazu werden etwa 3 500 Kubikmeter benötigt“, berechnete Oliver Keese. Sein Aufbau wird ständig kontrolliert. Keese rechnet mit dem Ende dieser Arbeiten in etwa einer Woche.

Die öffentliche Ausschreibung der Gewerke für den Rohbau und den Gerüstbau endete am 16. April. Ihre Vergabe erfolgt am 8. Mai im Verwaltungsausschuss der Gemeinde Wagenfeld. Der nächste Bauabschnitt mit den technischen Ausrüstungsgewerken wird ab dem 7. Mai ausgeschrieben. Der Spatenstich soll noch im Mai sein.

Bauherr und Eigentümer des Fachzentrums ist die Gemeinde Wagenfeld. Diese stellt 1,8 Millionen Euro für den Bau des Hauses und die Einrichtung der Ausstellung bereit. Die Europäische Union bezuschusst den Bau und die Einrichtung des Hauses mit 1,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Von dritter Seite (Landkreis Diepholz, BUND Landesverband Niedersachsen und Stiftungen) werden die restlichen 0,45 Millionen Euro fließen.

Das Haus wird durch die gemeinnützige GmbH „Europäisches Fachzentrum Moor und Klima Wagenfeld“ betrieben und bewirtschaftet. Der Betrieb soll sich ohne weitere Zuschüsse der Gemeinde Wagenfeld selbst tragen. Für besondere Aktionen und Attraktionen werden zusätzliche Sponsorengelder und Spenden von Firmen, Stiftungen und Privatpersonen benötigt.

Kernstück des EFMK ist der ganzjährige Betrieb eines Besucherzentrums, das für die Gäste die Natur und Kultur des großräumigen und in Niedersachsen am besten erhaltenen Hochmoorgebietes auf vielfältige Weise erlebbar macht. · hwb/ff

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Immer mehr Gegenwind für Windkraftpläne der Bundesregierung

Immer mehr Gegenwind für Windkraftpläne der Bundesregierung

Wie fahrradfreundlich ist Deutschland?

Wie fahrradfreundlich ist Deutschland?

Wer hat die Ermittlungen zu Amri vor dem Anschlag abgewürgt?

Wer hat die Ermittlungen zu Amri vor dem Anschlag abgewürgt?

Föhnsturm fegt über Garmisch-Partenkirchen - Bilder von den Schäden

Föhnsturm fegt über Garmisch-Partenkirchen - Bilder von den Schäden

Meistgelesene Artikel

Schritttempo auf der B6: Polizei stundenlang auf Verbrecherjagd

Schritttempo auf der B6: Polizei stundenlang auf Verbrecherjagd

„Dann sieht es aus, als kippt er von der Stange“: Wellensittich Butschi ist 15 Jahre alt

„Dann sieht es aus, als kippt er von der Stange“: Wellensittich Butschi ist 15 Jahre alt

Feuerwehrhaus in Ristedt zu verkaufen

Feuerwehrhaus in Ristedt zu verkaufen

Hermes will für Weyher Logistikzentrum Mitarbeiterteam kräftig aufstocken

Hermes will für Weyher Logistikzentrum Mitarbeiterteam kräftig aufstocken

Kommentare