Twistringer Fachausschuss für die Einrichtung der neuen Krippe an der Steller Straße

Umbau kostet Stadt 400 000 Euro

Das Grundschulgebäude an der Steller Straße wird ab dem kommenden Sommer zur Krippe ausgebaut.

Bassum - TWISTRINGEN (dc) · Die Aufgabenstellung ist klar: Bis spätestens zum Jahr 2013 muss die Stadt Twistringen Krippenplätze für etwa 35 Prozent der unter dreijährigen Kinder schaffen. So sieht es das Sozialgesetzbuch vor. Als Standort für eine neue Krippe steht bereits das Grundschulgebäude an der Steller Straße fest. Am Donnerstagabend legte der Ausschuss für Bildung, Jugend, Soziales und Sport fest, wie das Gebäude umgebaut werden soll.

Zur Auswahl standen vier Modelle (wir berichteten). Während der Sitzung herrschte inigkeit darüber, dass „Variante 4“ die Voraussetzungen am besten erfüllt.

Der Plan, den Architektin Astrid Greve aus Mörsen dem Gremium vorstellte, sieht vor, dass die Grundschulräume zur Krippe umgebaut werden. Dafür ist ein kompletter Abriss des An- und Zwischenbaus bis an das Altgebäude vorgesehen. Zudem soll ein eingeschossiger Neubau entstehen. Veranschlagte Nettoinvestitionen für die Stadt: knapp 400 000 Euro. Zum Vergleich: Ein Umbau ohne Abriss war nach Kostenschätzungen auf 455 000 Euro veranschlagt, ein Umbau mit Abriss des Obergeschosses über dem Anbau würde 485 000 Euro kosten. Der Abriss des Anbaus plus eingeschossigem Neubau wäre 420 000 Euro teuer.

„Variante 4 bietet gegenüber den anderen so viele Vorteile, dass uns die Entscheidung innerhalb der Fraktion leicht gefallen ist“, betonte Hubert Diephaus-Borchers (CDU). Der Anteil des Neubaus sei bei dieser Variante am größten und „lässt sich so gestalten, wie es erforderlich ist.“

Auch der Erste Stadtrat Karl-Heinz Stöver favorisiert das Modell: „Die Nettoinvestition ist hier für uns am günstigsten, weil wir mit dem höchsten Landeszuschuss rechnen können.“ Dieser beträgt 270 000 Euro. Dazu kommen später 1 500 Euro pro Krippenplatz für die Ausstattung. Für den mündlich zugesagten Zuschuss der Kirchengemeinde in Höhe von 50 000 Euro fehle allerdings noch die schriftliche Bestätigung. Die Bruttogesamtkosten von etwa 720 000 Euro für den Umbau würden sich für die Stadt so auf knapp 400 000 Euro verringern lassen.

Die Lehrervertretung im Ausschuss, Marita Geisler-Schröder, merkte an, dass die Bausubstanz des Altbaus nicht die beste sei: „Da muss auch einiges gemacht werden.“ Wie viel von den geplanten Investitionen eventuell für eine energetische Sanierung des alten Gebäudes aufgewendet werden, ließe sich jetzt noch nicht festlegen. „Konkret wird es erst, wenn es an die Ausschreibung geht“, sagte Stöver und räumte ein: „Ein kleiner Anteil ist sicherlich drin, aber es wird keine Vollsanierung. Wir werden dort keinen Neubau-Standard erreichen.“ Die Arbeiten am Schulgebäude beginnen frühestens im kommenden Sommer. Die neue Krippe wird nach Fertigstellung im Altbau nur das Untergeschoss beziehen. Im Obergeschoss könnte dann in Zukunft das Twistringer Blasorchester unterkommen. Die Musiker hatten bereits vor einiger Zeit Interesse an den Räumen angemeldet.

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