Uenzen: Fahndung nach Räubern morgen im ZDF/85-Jährige gestorben

Nach versuchtem Mord immer noch auf der Flucht

Bei dem Raubüberfall am 12. April in Uenzen hatten die Täter den Tod der 85-Jährigen billigend in Kauf genommen. Seitdem ermitteln die Beamten mit Hochdruck.  Archivfoto: Ehlers
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Bei dem Raubüberfall am 12. April in Uenzen hatten die Täter den Tod der 85-Jährigen billigend in Kauf genommen. Seitdem ermitteln die Beamten mit Hochdruck. Archivfoto: Ehlers

Süstedt-Uenzen - Von Anke Seidel. Noch einmal lebt es auf, das Martyrium der 85-Jährigen aus Süstedt-Uenzen, die nach einem Raubüberfall mehr als vier Tage ohne Wasser und Nahrung ausharren musste – diesmal als nachgestellte Szene für die ZDF-Fernsehserie „Aktenzeichen XY ungelöst“, die morgen ab 20.15 Uhr zu sehen ist. Das Opfer selbst erlebt diese Sendung nicht mehr mit. Die Frau starb am 21. August.

Todesursache waren allerdings nicht die Folgen ihres Martyriums. Die alleinstehende Seniorin war nach einem Sturz in ein Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben. Das bestätigte Süstedts Bürgermeister Reinhard Thöle gestern auf Anfrage.

Aber noch immer sind die Räuber nicht gefasst, die ihren Tod bei dem Überfall am 12. April billigend in Kauf genommen hatten. Erst eine Pflegedienst-Kraft hatte die hilflose alte Dame entdeckt und vor dem sicheren Tod gerettet.

Rückblende: In der Nacht zum Sonnabend, 12. April, überfallen mehrere Männer kurz nach Mitternacht die alleinstehende 85-Jährige in ihrem Wohnhaus in Uenzen. Sie sperren ihr Opfer ins Schlafzimmer ein, durchsuchen das Haus, stehlen Schmuck und Bargeld. Die Unbekannten kappen die Telefonleitung, schrauben Türen- und Fenstergriffe ab – und nehmen der betagten Frau jede Möglichkeit, sich selbst zu befreien.

Seitdem gehen die Ermittler der Polizeiinspektion Diepholz jedem noch so unscheinbaren Hinweis nach. Immer wieder haben sie die Bürger in der Region um den Tatort Uenzen und im gesamten Landkreis Diepholz zur Mithilfe aufgerufen. Die Staatsanwaltschaft Verden hat eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt – für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Sie müssen sich wegen versuchten Mordes verantworten.

In dem etwa zehn Minuten langen Fernsehbeitrag in „Aktenzeichen XY ungelöst“ stellen Schauspieler das Martyrium der Seniorin nach – allerdings nicht an Originalschauplätzen. „Es geht darum, die Situation darzustellen“, so Polizei-Pressesprecher Andrik Hackmann. In der Sendung werden Staatsanwältin Dr. Annette Marquardt sowie Kriminalhauptkommissar Andreas Schmidt als Leiter der Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Diepholz live im Studio sein und über die Ermittlungen berichten.

Unter Telefon 05441/ 9710 werden am Mittwoch und Donnerstag Hinweise entgegengenommen.

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