JSG Twistringen – Mörsen-Scharrendorf plant Aufnahme des SV Marhorst

Zuwachs zum runden Geburtstag

Stellen sich für die Zukunft auf (v.l.) Friedhelm Drieling, Marko Wilkens, Jörg Brackland, Kevin Krowiorsch, Dirk Beuke, Jens Knabe.
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Stellen sich für die Zukunft auf (v.l.) Friedhelm Drieling, Marko Wilkens, Jörg Brackland, Kevin Krowiorsch, Dirk Beuke, Jens Knabe.

Twistringen – Eigentlich könnten sich die Jugendleiter der Fußballsparte des SC Twistringen (SCT) und des SV Mörsen-Scharrendorf (SVMS) entspannt zurücklehnen. Schließlich blicken sie in diesem Jahr bereits stolz auf die zehnjährige Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Jugendspielgemeinschaft (JSG) zurück.

Da alle Twistringer Vereine das gemeinsame Ziel „Die Kinder dieser Stadt sollen auch hier Fußball spielen“ verfolgen, war nach ersten Gesprächen der Jugendleitungen schnell klar, dass auch der SV Marhorst im Kreis der JSG herzlich willkommen ist. Ein entsprechender Antrag werde in Kürze beim Kreisjugendausschuss gestellt werden.

„Neben vielen sportlichen Erfolgen mit diversen Pokalsiegen und Aufstiegen bis in die Landesliga, ist es uns gelungen, die Marke JSG zu etablieren und eine gemeinsame Identität zu schaffen“, wird SCT-Jugendleiter Kevin Krowiorsch in einer Mitteilung zitiert. Sein Pendant auf Seiten des SVMS, Friedhelm Drieling, könne dies nur bestätigen. Er ergänzt, dass es durch die JSG gelungen sei, auch denjenigen eine Möglichkeit zu geben, die sich rein freizeitorientiert betätigen möchten. Das Ergebnis: Nahezu alle Altersklassen verfügen mittlerweile über zwei Mannschaften. Derzeit nehmen jede Saison 15 bis 20 Mannschaften am Spielbetrieb teil, womit die JSG zu den größten Jugendvereinen im Kreis Diepholz zählt.

Allerdings möchten sich die Verantwortlichen auf dieser Erfolgsgeschichte nicht ausruhen und beschäftigen sich mit der Zukunftsplanung. Und diese sieht aus dreierlei Gründen nicht so rosig aus. Zum einen stellen die Vereine seit Jahren fest, dass es gerade im unteren Jugendbereich immer weniger Kinder gibt, die sich im Verein anmelden, um Fußball spielen zu wollen. Der Grund bestehe offensichtlich in einem geänderten Freizeitverhalten, da häufig die Spielekonsole dem Fußballsport den Rang abläuft. Ein Trend, den die Jugendleiter mit Sorge betrachten. Hinzu komme aktuell noch die Befürchtung, ob nach der langen Pause durch die Corona-Pandemie alle Kinder wieder den Weg in die Mannschaften finden werden.

Diese Sorgen teilt auch Dirk Beuke als Jugendleiter des SV Marhorst. Bereits jetzt könne der SV Marhorst nicht in allen Altersklassen Mannschaften anbieten. Um überhaupt Teams für den Spielbetrieb anmelden zu können, müssen Kinder teilweise einige Jahrgänge überspringen und daher gegen deutlich ältere Gegenspieler antreten.

Auch wenn die Verantwortlichen zum jetzigen Zeitpunkt nicht alle Fragen beantworten können, welche Auswirkungen das für einzelne Spieler, ganze Mannschaften oder Trainer habe, so könne bereits jetzt versichert werden, dass man an den bestehenden Mannschaftstrukturen so wenig wie möglich ändern möchte, um den Kindern und Eltern auch eine gewisse Verlässlichkeit geben zu können.

In der nächsten Zeit werden daher auf die Jugendleiter viele Gespräche zukommen. Es besteht die gemeinsame Hoffnung, dass alle der neuen JSG erhalten bleiben und alle Kinder der Stadt Twistringen weiterhin ihrem Hobby nachgehen können.

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