Zurzeit 35 Flüchtlingskinder bis zwölf Jahre in der Twistringer Not-Unterkunft

50 Menschen ziehen weiter

Twistringen - Klaus Speckmann, Leiter des Landkreis-Fachdienstes Sicherheit und Ordnung, zieht am dritten Tag nach der Ankunft der Flüchtlinge in Twistringen eine positive Bilanz: „Insgesamt sind in der Not-Unterkunft alle sehr zufrieden. Dies gilt sowohl für die Flüchtlinge als auch für die haupt- und ehrenamtlichen Helfer.“ Allerdings sind 50 Menschen bereits weiter gezogen – mit unbekanntem Ziel.

„Dies waren vor allem alleinstehende männliche Erwachsene, aber auch einzelne Familien“, sagt Speckmann. Als mögliche Ziele hätten diese Menschen Schweden und die Niederlande genannt. „Die abgereisten Flüchtlinge hatten offensichtlich schon vor dem Eintreffen in Twistringen andere Ziele ins Auge gefasst“, so der Fachdienstleiter, „jedenfalls waren sie mit der Einrichtung in der alten Haupt- und Realschule in Twistringen genauso zufrieden wie diejenigen, die geblieben sind“.

In den ersten Tagen habe sich bereits bestätigt, „dass in der Unterkunft eine sehr gute Organisation besteht, so dass es noch keine Probleme gab“. Die Flüchtlinge seien mit dem Essen und der weiteren Verpflegung sehr zufrieden und hätten sich bereits ein wenig eingelebt. Gleichwohl werde es sicherlich noch einige Tage dauern, bis der Aufenthalt in der Not-Unterkunft für alle zur Routine geworden sei.

„Es gibt pro Tag drei Hauptmahlzeiten, während warme und kalte Getränke sowie Obst den ganzen Tag bereitstehen. Die Verständigung zwischen Helfern und Flüchtlingen erfolgt zeitweise mit Händen und Füßen, da nicht permanent freiwillige Dolmetscher vor Ort sein können“, so Speckmann.

Der Sanitätsdienst des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) werde sehr gut angenommen, einige Medikamente seien verteilt worden: „Abgesehen von Erkältungen scheint der gesundheitliche Zustand der Neuankömmlinge gut zu sein.“ Nur ein Säugling und eine Schwangere brauchten bisher eine Behandlung im Krankenhaus. Sie waren gleich nach der Ankunft dorthin gebracht worden (wir berichteten). Unter den jetzt 103 Flüchtlingen in Twistringen sind demnach 35 Kinder bis zwölf Jahre, außerdem zehn Jugendliche. Alle anderen seien Erwachsene, „von denen nur wenige älter als 40 Jahre sind“, so Speckmann.

Die Not-Unterkunft kann bis zu 200 Menschen aufnehmen. „Wahrscheinlich werden irgendwann weitere Flüchtlinge in Twistringen ankommen“, sagt der Fachdienstleiter. „Der Zeitpunkt ist jedoch derzeit noch nicht bekannt.“

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