Konrad-Adenauer-Straße beruhigen

Ziel: Dauerhaft Tempo 30 und Tonnengrenze

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Verkehrsberuhigung auf der Konrad-Adenauer-Straße zwischen Linden- und Kampstraße.

Twistringen - Von Theo Wilke. Seit Ende Mai gilt auf der Konrad-Adenauer-Straße in Twistringen Tempo 30. Die in der Vergangenheit stark befahrene Verbindung zwischen B 51 und Bahnhof darf der Schwerlastverkehr nun bis zur Einmündung der Kampstraße sonntags gar nicht und werktags in der Zeit von 18 bis 6 Uhr nicht befahren.

Weniger Lärmbelästigung für die Anwohner. Ratsherr Peter Dünzelmann (CDU) stellt das nicht zufrieden. Vor der Sommerpause hat er im Stadtrat angeregt, eine Begrenzung bis 7,5 Tonnen dauerhaft anzuordnen, nicht nur nachts und am Wochenende.

Das Thema Schwerlastverkehr auf der Konrad-Adenauer-Straße hatte Grünen-Sprecher Hermann Niederwestberg nachgefragt und sich nach dem Sachstand erkundigt. Dazu sagte Erste Stadträtin Birgit Klingbeil unter anderem, dass der Verband des Schwerlastverkehrs die hohe Lärmbelästigung auch auf die schlechte Fahrbahndecke zurückführe. Beabsichtigt sei deshalb auch eine Oberflächenbehandlung. Die Tempo-30-Zone gibt es inzwischen, die zeitlich begrenzte Tonnenbegrenzung schon länger.

Alternative Industriestraße

Entsprechende Gespräche hat es laut Birgit Klingbeil mit Gewerbetreibenden gegeben, die ihre Fahrer dann angewiesen haben, die Industriestraße zu benutzen.

Auf die Frage nach einer Umleitung des Schwerlastverkehrs über die Umgehungsstraße hat Fachbereichsleiter Carsten Werft im Rathaus erklärt, dass das Verkehrsentwicklungskonzept 2010 die lokale Bedeutung der Konrad-Adenauer-Straße hervorhebe. Es sei daher nicht möglich, Vorgaben für Fahrtrouten des Schwerlastverkehrs vorzuschreiben.

Ratsfrau Anke von der Lage-Borchers (FWG) aus Heiligenloh weiß, dass der Umweg über die Ampelanlage deshalb vom Schwerlastverkehr genutzt wird, weil die Auffahrt auf die B 51 an anderen Stellen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ziemlich schwierig ist.

Erneut in Stadt- und Ortsrat

Auch der Stadtratsvorsitzende Rolf Meyer (CDU) sieht noch Handlungsbedarf. Der Fachausschuss sollte sich damit befassen, meint er. Ortsbürgermeister Frank Hömer (CDU) will das Thema ebenfalls in den Twistringer Ortsrat einbringen.

Für die Liberalen hat Markus Thiede angemerkt, dass das Thema bereits im Twistringer Ortsrat behandelt worden sei – mit der Erkenntnis, dass die landwirtschaftlichen Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen vorwiegend die Ampelkreuzung nutzen wollten. Für Thiede ist ein Kreisel an der Nienburger Straße „zielführend“.

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