Planungen des Landkreises

Bau der Zentralklinik in Borwede: Das sind die nächsten Schritte

Szene der Kreistagssitzung in der Mensa in Bruchhausen-Vilsen, in der über die Standortfrage der Zentralklinik debattiert und entschieden wurde.
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Szene der Kreistagssitzung in der Mensa in Bruchhausen-Vilsen, in der über die Standortfrage der Zentralklinik debattiert und entschieden wurde.
  • Anke Seidel
    vonAnke Seidel
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Landkreis Diepholz – Nach dem deutlichen Mehrheitsbeschluss im Kreistag ist die Standortfrage für die neue Zentralklinik geklärt. Aber wie geht es jetzt weiter? Wie Landrat Cord Bockhop auf Anfrage dieser Zeitung berichtet, läuft die Arbeit jetzt auf verschiedenen Ebenen weiter.

  • Kürzlich hat der Kreistag Borwede als Standort für die neue Zentralklinik beschlossen
  • Jetzt geht es an den Bebauungsplan sowie die Beantragung der Zuschüsse beim Krankenhausstrukturfonds des Landes
  • Es werden 187 Millionen Euro für den Zentralklinik-Bau sowie 16,5 Millionen für eine mögliche Kinderklinik benötigt

Zentralklinik in Borwede: Arbeit an dem Bebauungsplan geht los - Beantragung der Zuschüsse geplant

Bei nur sieben Gegenstimmen und fünf Enthaltungen hatte der Kreistag in Bruchhausen-Vilsen den Standort Borwede beschlossen (wir berichteten). „Das war ein wichtiger Schritt, weil sonst alle anderen auf wackeligen Beinen gestanden hätten“, erklärte der Landrat. Jetzt gehe es zum einen darum, in Richtung Hannover über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten – und sich dort weiter zu positionieren. Der Hintergrund: Aus dem mit 400 Millionen Euro gefüllten Krankenhausstrukturfonds des Landes, aus dem alle Kliniken Niedersachsens Zuschüsse erhalten können, beantragt die Klinikgesellschaft Landkreis Diepholz 187 Millionen Euro für den Bau eines Zentralklinikums mit 340 Betten – und für die Option einer Kinderklinik mit 30 Planbetten weitere 16,5 Millionen Euro.

Zum anderen soll nun konkret am Bebauungsplan für das Borweder Areal gearbeitet werden – parallel zur Planung des neuen Klinikgebäudes, so der Landrat. Bauvolumen, Stockwerke und Zufahrten, Emissionen und viele andere Aspekte mehr müssen geprüft und geplant werden.

Zentralklinik in Borwede: Bei Funktionsplanung soll Wissen von Klinikmitarbeitern und Ärzten mit einfließen

Ebenso wichtig: die Funktionsplanung als entscheidendes Kriterium sowohl für die Förderung des Landes als auch für die Bebauungsplanung in Twistringen. Gemeinsam hätten sich Kreisverwaltung und Kreistag im Herbst in Kliniken informieren wollen, die sich neu aufgestellt hätten. „Aber das muss wegen Corona verschoben werden“, so Bockhop.

Fest steht demnach aber schon jetzt, dass bei der Funktionsplanung nicht nur die Anforderungen des Landes, sondern genauso das Wissen von Klinikmitarbeitern und Ärzten einfließen soll. Schließlich sollen sowohl Planungen für die Geburtshilfe als auch erste Überlegungen für eine Kinderklinik einfließen – selbstverständlich auch Erfahrungen aus der Coronakrise.

Von Anke Seidel

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