Zehn Jahre Waldkindergarten der Syker Lebenshilfe hinter der Alten Ziegelei / Feier für alle am kommenden Sonnabend

„Waldmäuse“ lernen von der Natur

Freuen sich schon auf das Fest am Sonnabend: „Waldmäuse“ mit Rita Horstmann (hinten) und Christa Knickmann (l.)
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Freuen sich schon auf das Fest am Sonnabend: „Waldmäuse“ mit Rita Horstmann (hinten) und Christa Knickmann (l.)

Twistringen - Von Theo Wilke. Tag für Tag, zu jeder Jahreszeit, bei Wind und Wetter toben, spielen, entdecken und experimentieren bis zu 15 Jungen und Mädchen im Waldstück hinter dem Ziegelei-Gelände – seit zehn Jahren im Waldkindergarten der Twistringer Lebenshilfe-Kita Pusteblume. Buchstäblich greifen und begreifen sie die Natur – wie damals Lydia Küper und Dennis Rehberg, beide fünf Jahre alt, die zu den ersten „Waldmäusen“ gehörten.

Seitdem sind bis zu 60 Kinder betreut worden; die meisten bleiben bis zu drei Jahre lang. Der zehnte Geburtstag wird am kommenden Sonnabend von 11.30 bis 14 Uhr gefeiert, rund um den 2004 von der Lebenshilfe angeschafften und von Eltern restaurierten roten Bauwagen. Spiele werden angeboten, außerdem Gipsmeißeln, Laubspinnen basteln, Walderkundungen. Zu essen gibt es leckere Hotdogs. Auch das Naturmobil des Hegerings hat sich angekündigt.

Willkommen sind alle ehemaligen und die heutigen Waldmäuse mit ihren Familien sowie Freunde und Förderer des Waldkindergartens. „Am besten kommen alle mit dem Fahrrad, oder sie stellen ihr Auto an der Ziegelei ab“, betont Dagmar Beuke-Pölking, zuständig für den Waldkigandergarten und Stellvertreterin von Pusteblume-Leiterin Roswitha Hormann.

Am 17. September 2004 war die offizielle Eröffnung, die erste Initiative ging vom heutigen Gymnasiumleiter Martin Lütjen aus. Das Waldgelände stellte seinerzeit Familie Helms von der Steinstraße. Rita Horstmann ist Erzieherin der ersten Stunde. Sie startete mit Marlene Runge (heute Huntemann) und ist heute noch dabei. Nach drei Jahren kam für Runge Maike Borchers, die sich zurzeit im Mutterschutz befindet und von Christa Knickmann vertreten wird. Abiturientin Rena Feldmann aus Scharrendorf unterstützt das Team seit 1. Oktober im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes.

„Lösungsorientiert

und teamfähig“

Rita Horstmann kann sich noch gut an die Anfänge erinnen: „Die Kinder hatten tolle Ideen.“ Jeden Tag würden sie Neues entdecken, sich auf Spurensuche begeben, bei Ausflügen die umliegenden Wälder erkunden. Im Winter wird auf der Weide gerodelt.

Dagmar Beuke-Pölking macht deutlich: „Die Kinder sind nach drei Jahren im Wald motorisch fit, ihr Immunsystem ist gestärkt.“ Schulen würden das bestätigen: Diese Jungen und Mädchen seien lösungsorientiert, selbstbewusst und teamfähig. Die Lerninhalte, so Beuke-Pölking, seien auch nach zehn Jahren gleich geblieben. Die Kinder sollen sich selbst entwickeln, dabei mit und von der Natur lernen. „Hier herrscht keine Bewegungsarmut, hier gibt es keine Sprachprobleme, die Kinder sind handlungsorientiert.“

Jeder Tag beginnt mit einem Stuhlkreis. Die Drei- bis Sechsjährigen aus Twistringen und umzu werden montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr betreut. Wenn das Thermometer unter die zehn Grad Minus fällt, gehen die „Waldmäuse“ ins Jugendhaus oder in die Kita Pusteblume. Der Waldkindergarten wird Jahr für Jahr von Eltern, Großeltern, Förderern und der Stadt tatkräftig unterstützt.

Neben dem roten Bauwagen und dem Toilettenhäuschen verfügt der Wald-Kiga inzwischen auch über zwei Insektenhotels, einen großen runden Holztisch sowie einen schützenden Bauwagen-Anbau. Dort steht eine Werkbank und liegen die Rucksäcke, wenn die Kleinen durch den Wald toben.

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