Wunderbares Zusammenspiel

Neue Hofkapelle Osnabrück überzeugt bei Auftritt in Twistringen

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Die Neue Hofkapelle Osnabrück bescherte den rund 80 Zuhörern in der Twistringer St.-Anna-Kirche ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.

Twistringen - Von Anette Hoffmeier. Das wird ein besonderes Konzert: Diesen Eindruck hatte man sofort beim Betreten der St.-Anna-Kirche, als man von Instrumentalklängen empfangen wurde, die die 22 Musiker der Neuen Hofkapelle Osnabrück in der Taufkapelle zum Einstimmen spielten.

Wenn man die Augen schloss, dann konnte man den Eindruck gewinnen, man sei „bei Hofe“ – ganz wie es sich für eine „Neue Hofkapelle“ gehört.

Dieses Besondere zeigte sich auch darin, dass die Instrumentalisten im Konzert vor dem Altarraum im Stehen spielten, jedenfalls soweit es die Spielweise des Instrumentes zuließ.

Mit Johann Sebastian Bachs Ouvertüre Nr. 3 in D-Dur, auch bekannt als Orchestersuite Nr. 3, stand ein sehr populäres Werk des großen Barockkomponisten am Anfang des Programms. Den zweiten Satz, die „Air“, hätte vermutlich jeder der rund 80 Zuhörer mitsingen können.

Das Orchester, das mit historischen Instrumenten in historischer Aufführungspraxis und ohne Dirigenten auftritt, zeigte sich mit wunderbarem Zusammenspiel. Auch die nicht einfach zu spielenden Barocktrompeten überzeugten mit ihrer Intonation. Schnellste Tempi gerieten exakt einheitlich, wie von unsichtbarer Hand geleitet.

Der nachfolgende Programmteil war ganz dem vor 250 Jahren verstorbenen Komponisten Georg Philipp Telemann (1681 - 1767) gewidmet. Die Solistinnen Hille Perl (Viola da Gamba) und Barbara Heindlmeier (Blockflöte) zeigten ihre große Virtuosität in Telemanns Konzert für Gambe, Blockflöte, Streicher und Basso continuo in a-Moll. Sie zauberten und „tanzten“ mit den Fingern auf ihren Instrumenten, dass es Freude machte zuzuhören.

Glücklich war von den Besuchern jedoch, wer in den vorderen Reihen saß, da durch die Kirchenakustik hinten die differenzierten Töne leider etwas verschwammen. Ein „trockener“ Konzertsaal bei Hofe hätte dieser Musik und auch der dann folgenden Don-Quixote-Suite noch besser zugestanden.

Den krönenden Abschluss bildete Telemanns Konzert für drei Trompeten, zwei Oboen, Pauke, Streicher und Basso continuo in D-Dur: Bläser und Pauken machten sich wiederum sehr gut im Kirchenraum. Sowohl furiose Trompetenklänge und virtuose Läufe der Streicher als auch leise Töne und innig gespielte Phrasen überzeugten das Publikum, das den Musikern lang anhaltenden Applaus und „Bravo“-Rufe spendete.

Beim „Prelude“ aus dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier, auch bekannt als „Eurovisionsfanfare“, die als Zugabe gespielt wurde, konnte man den Musikern ansehen, wie viel Spaß ihnen die „Alte Musik“ macht.

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