„Wollte Einsätze mitfahren“

Christina Haberkamp ist seit Kurzem Oberlöschmeisterin

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Christina Haberkamp verbringt den größten Teil ihrer Freizeit bei der Feuerwehr.

Twistringen - Von Ilka Rickers. Christina Haberkamp aus Rüssen verbringt den größten Teil ihrer Freizeit bei der Feuerwehr. „Die Stunden zähle ich gar nicht. Ich mache das gern und habe viel Spaß daran“, sagt die 35-Jährige. Die Stadtjugendfeuerwehrwartin wurde kürzlich zur Oberlöschmeisterin befördert. Sie freut sich sichtlich über die Anerkennung: „Das war meine erste Beförderung hier in Twistringen.“

Als Jugendliche trat Christina Haberkamp in die Feuerwehr Diepholz ein. Eine Freundin hatte sie mitgenommen. „Ich bin da hängengeblieben“, sagt sie. Mit 18 Jahren wechselte sie durch den Umzug ihrer Eltern nach Cornau in die Feuerwehr.

Jugendwartin im Stadtkommando

„Dort bin ich direkt Betreuerin geworden“, erinnert sie sich. Vier Jahre später übernahm sie die Aufgabe der Jugendwartin.

Der Liebe wegen zog Haberkamp nach Rüssen. „Meinen Freund Marco habe ich beim Jugendfeuerwehrzeltlager 2004 kennengelernt.“ Auch der junge Mann ist aktives Mitglied der Feuerwehr. Von ihm hat sie die Position der Stadtjugendwartin übernommen. Es sei schön, das Hobby teilen zu können, sagt Haberkamp. Der Zeitaufwand sei schon immens. Deshalb sei es gut, wenn der Partner selbst auch in der Feuerwehr ist und Verständnis dafür hat.

Da Haberkamp nicht mehr zwischen Cornau und Rüssen pendeln wollte, wechselte sie in die Rüssener Ortswehr. „Ich wollte Einsätze mitfahren, und in Rüssen konnte ich die Sirenen von Cornau nicht hören“, schmunzelt sie.

Für das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager nimmt sie sich extra Urlaub

Die Beförderung zur Oberlöschmeisterin ist der Lohnbuchhalterin wichtig: „Das zeigt mir, dass meine Arbeit geschätzt wird.“ Die Ehrung nahm Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen vor.

Der aktive Dienst und der Jugendbereich spannen die junge Frau sehr ein. Deshalb kommen ihr die sechs Wochen Sommer- und Winterpause in der Jugendwehr jedes Jahr ganz recht. „So gern wir den Job auch machen, wir freuen uns auch auf die Pausen. Dann kann ich endlich mal mit Freundinnen etwas unternehmen.“

Derzeit betreut sie zusammen mit sechs Kollegen 48 Kinder. „Ohne die anderen Betreuer wäre es nicht möglich.“ Eigentlich würden noch mehr gebraucht, denn es gibt immer mehr Nachwuchs. Die Jugendlichen treffen sich mittwochs von 18.30 bis 20 Uhr. Damit ist die Arbeit Haberkamps aber nicht erledigt: Sie muss zu Sitzungen im Kreisjugendfeuerwehrausschuss, plant die Dienste und Fahrten. Höhepunkt ist das jährliche neuntägige Zeltlager. „Für uns Betreuer sind es aber immer elf Tage“, sagt sie. Dafür nimmt sie extra Urlaub.

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