84 Aussteller beim Bauernmarkt

Wetter schlecht, aber Laune gut

Hermann Meyer mit Holzprodukten. - Foto: Büntemeyer

Heiligenloh - Von Heiner Büntemeyer. „Das war das schlechteste Wetter, das wir in den bisherigen 27 Jahren bei einem Bauernmarkt hatten“, bedauerte Nicole Schwichtenberg am Sonntag. Eine dunkle Wolkenwand war aufgezogen, aber die Aussteller hatten ihre Angebote rechtzeitig abgedeckt oder ins Trockene gebracht, als es zu gewittern begann, der Sturm an den Befestigungen zerrte und Regenmassen auf die Pavillons und Verkaufswagen herabprasselten.

Aber nach einer halben Stunde hatte sich das Unwetter verzogen, ohne dass größerer Schaden entstanden war. Die Feuerwehr hatte die unterbrochene Stromzufuhr wieder hergestellt, so dass die Flammkuchen, Puffer, Würstchen und Pommes wieder zubereitet und die Stände erleuchtet werden konnten. Die Besucher kamen wieder aus den Ständen hervor, unter denen sie Schutz gesucht und gefunden hatten, und setzten ihren Marktbummel fort.

84 Aussteller präsentierten auf dem Platz am Göpel ihre kunsthandwerklichen Artikel und sorgten zusammen mit den Spielstationen und den Angeboten in den Speise- und Getränkepavillons für eine angenehme, freundliche Atmosphäre auf dem Markt. Obgleich die Warteliste mit interessierten Ausstellern lang ist, verzichteten die Organisatoren darauf, das Angebot zu erweitern. „Unser Markt soll übersichtlich bleiben“, erklärte Nicole Schwichtenberg. Außerdem wollten die Organisatoren vermeiden, dass zu viele Angebote gleich mehrfach vorhanden sind.

Trotz des Unwetters waren die Aussteller zufrieden, zumal die Wolkendecke später auch noch aufriss, vor allem aber deshalb, weil sich zahlreiche Besucher trotz des Wolkenbruches nicht von einem Besuch abschrecken ließen.

Begonnen hatte der Markt vormittags mit einem Gottesdienst im Feuerwehr-Gerätehaus, den Pastorin Marijke Smid hielt. Auch die Kindertagesstätte Lollipop und der Förderverein der Grundschule Heiligenloh beteiligten sich am Marktgeschehen.

Die geplanten Outdoorspiele mussten zwar ausfallen, aber im Zelt hatten Nicole Albert und Lennart Küpker genügend Spiele und Bastelangebote vorbereitet, um die Kinder bei Laune zu halten.

Begeistert waren die Besucher auch in diesem Jahr wieder von dem Ambiente und von der Vielfalt. Nicht nur Bratwurst und Pommes, sondern auch Gewürze, Kräuter und Trockenfrüchte sorgten für eine angenehme Duftmelange, die durch die Budengassen zog.

Dort gab es Bunzlauer Geschirr, fantasievolle Keramiken, Buchsbaum-Kränze, Antikes aus Holz und Gartengeräte und, wie es sich für einen Bauernmarkt gehört, wurde darauf geachtet, dass Speisen und Getränke selbst gemacht wurden.

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