Wahl am 12. September

Fragen zur Kommunalwahl: Was tun für den Klimaschutz?

Im Reisegarten soll einer der Klimaparks sein.
+
Der Reisegarten in Twistringen, der Teil des Projektes „Grüne Lunge in Twistringen ist“

Twistringen – Im Vorfeld der Kommunalwahl am 12. September haben wir den Parteien und Wählergemeinschaften Fragen zur Kommunalpolitik gestellt. In der nächsten Zeit präsentieren wir die Antworten. Heute geht es los mit der Frage: Was will Ihre Partei / Wählergemeinschaft für den Klimaschutz in Twistringen tun?

CDU, Anja Thiede: Als CDU wollen wir, dass auch unsere Kommune einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Vor fünf Jahren haben wir dazu im Rat der Stadt Twistringen das Klimaschutz-Aktionsprogramm gemeinsam mit der Stadt Bassum beschließen können. Dieses Programm gilt es nun zu evaluieren und anzupassen, das wurde von uns bereits beantragt. Mit der Einstellung eines Klimamanagers und der Gründung der Klimafachgruppe „Grüne Lunge für Twistringen“ wurden weitere wichtige Schritte gemacht. Wir setzen uns dafür ein, dass die Ideen nicht nur geäußert, sondern auch umgesetzt werden können, um einen Mehrwert zu entfalten. Unser Ziel ist es zudem den Radverkehr durch Ladestationen für E-Bikes attraktiver zu machen, die Umrüstung von Straßenbeleuchtungen unter Sicherheitsaspekten anzugehen und energetische Sanierungen städtischer Gebäude ins Auge zu fassen.

FWG, Ulrich Helms: Im Verwaltungsausschuss haben wir bereits als einzige Vereinigung am 15. Juli 2021 beantragt, dass zukünftige Baugebiete als klimaneutrale Baugebiete zu gestalten sind. Auch bei der Gestaltung von Regenrückhaltebecken haben wir angeregt, die Grundwasserneubildung in Neubaugebieten durch entsprechende Gestaltung zu fördern. Des Weiteren möchten wir die Begrünung der Wegeseitenränder durch vertragliche Gestaltung mit den Landwirten kostengünstig für die Stadt sicherstellen. Die Förderung der Windenergie wollen wir durch geeignete Maßnahmen im Stadtgebiet veranlassen. Zu den Planungsunterlagen der Zentralklinik Borwede haben wir bereits schriftlich Stellung genommen und darauf hingewiesen, dass entgegen dem Gutachten durchaus die Grundwasserneubildung durch eine Versiegelung von circa sechs Hektar beeinträchtigt wird und geeignete Ersatzmaßnahmen zu treffen sind.

Grüne, Sylvia Holste Hagen: Alle kommunalen Beschlüsse müssen auf Klimarelevanz überprüft und gegebenenfalls geändert werden. Eine kostenlose Energieberatung von privaten Haushalten sollte durch die Stadtverwaltung bereitgestellt werden. Des Weiteren benötigen wir eine/n Klimamanager*in, der/die neben der Aufgabe der Energieeinsparung auch eine regionale Wärmeplanung mit Wämenetzen prüft und plant. Neubaugebiete sollten zukünftig CO2-neutral errichtet werden. Desweiteren müssen wir uns mit Maßnahmen zur Klimaanpassung beschäftigen, damit zukünftige Extremwetterereignisse keine Existenzen vernichten können. Ein Baum nimmt im Jahr bis 22 Kilogramm CO2 auf. Deswegen setzen wir uns für eine Baumschutzsatzung zum Erhalt ausgewachsener Bäume ein und befürworten die Schaffung eines öffentlichen Lückenkatasters, dass Anpflanzungen von Bäumen aus kommunaler und privater Hand ermöglicht.

SPD, Dieter Kalberlah: Wichtig ist der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen von Gebäuden, die sich im Eigentum der Stadt Twistringen befinden. Auf kommunaler Ebene müssen wir die Voraussetzungen schaffen, in erneuerbare Energien zu investieren wie Photovoltaik und Windkraft. Ein gutes Beispiel dafür ist in Abbenhausen zu finden, die „Energieplattform Twistringen“. Das Zukunftsprojekt in Verbindung mit der Avacon. Ein weiterer Punkt ist die Schaffung von öffentlichen Ladepunkten für E-Autos und E-Bikes im Stadtgebiet.

Wir wollen den ÖPNV stärken und die Fuß- und Radwegeverbindungen verbessern und unsere Bauleitplanung/Baugebietsentwicklung auch auf den Klimaschutz ausrichten (z.B Wärmenetze und Energie vor Ort produzieren) über Festsetzungen und vertragliche Vereinbarungen. Bei Baugenehmigungen ist es wichtig, im Hinblick auf neue Energien zu beraten und Fördermöglichkeiten aufzuzeigen.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Diepholz: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

FDP, Fritz Wüppenhorst: Klimaschutz auf örtlicher Ebene bewegt sich im Wesentlichen im Rahmen der landes- und bundesweiten Rahmenbedingungen. Die Kommune sollte den Bürgern/-innen keine Vorschriften machen, sondern Hilfestellung in klimabedeutsamen Fragen anbieten, zum Beispiel bei Neubauten eine Beratung zum Thema Dachbegrünung. Die FDP stellt die Eigenverantwortung der Bürger/-innen in den Vordergrund, das heißt jeder Bürger/jede Bürgerin kann selbst entscheiden, wie er/sie sich im Rahmen des Klimaschutzes verhält. Hinsichtlich zukünftiger Investitionen der Kommune sprechen wir uns für die Berücksichtigung alternativer Antriebe bei Ersatzinvestitionen in den städtischen Fuhrpark und den Ausbau der Radwege, insbesondere in der Bahnhofstraße, aus. Die Planung von Neubaugebieten sollte eine Reduzierung des Flächenverbrauchs durch die grundsätzliche Möglichkeit der Festlegung einer mehrgeschossigen Bauweise im Bebauungsplan berücksichtigen.

Die Linke, Marion Urbanski: Es ist wichtig, das Radwegnetz und den Öffentlichen Personennahverkehr auszubauen. Wir haben das Glück, in Twistringen einen Bahnhof zu haben, aber die Busanbindungen sind eine Katastrophe. Zudem muss der Nutzen des Öffendlichen Nahverkehrs billiger werden. Eine weitere wichtige Maßnahme wären eine Baumschutzsatzung. Darüber hinaus sollten wir darauf achten, dass nicht so viele Flächen versiegelt werden, und die Gewässer schützen. Im Kleinen kann man damit anfangen, keine Zigarettenstummel auf den Boden zu werfen und Blühwiesen zu säen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Meistgelesene Artikel

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“
Lediglich 21 Impfdosen finden bei Aktion in Schmalförden Abnehmer

Lediglich 21 Impfdosen finden bei Aktion in Schmalförden Abnehmer

Lediglich 21 Impfdosen finden bei Aktion in Schmalförden Abnehmer
Stadt Syke lässt sich neues Notstromkonzept mehr als 100000 Euro kosten

Stadt Syke lässt sich neues Notstromkonzept mehr als 100000 Euro kosten

Stadt Syke lässt sich neues Notstromkonzept mehr als 100000 Euro kosten
Frank Pinkus ist tot: 62-Jähriger erleidet wohl Herzinfarkt auf der Bühne

Frank Pinkus ist tot: 62-Jähriger erleidet wohl Herzinfarkt auf der Bühne

Frank Pinkus ist tot: 62-Jähriger erleidet wohl Herzinfarkt auf der Bühne

Kommentare