„Was machst du mit deinem Kind?“

Betreuungskurs für junge Babysitter in Twistringen

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Welche Spiele sind für Fünfjährige, welche für einen zehn Jahre alten Jungen geeignet? Die Mädchen ordnen ein. 

Twistringen - Von Sabine Nölker. Seit vielen Jahren bietet das Familien- und Kinderservicebüro der Stadt Twistringen einen Babysitterkurs an. Auch am Wochenende haben sich wieder knapp ein Dutzend Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren im Rathaus eingefunden, um von Erzieherin Maike Borchers zu lernen, wie man behutsam mit den Jüngsten umgeht.

Mit einem Kennenlernspiel lockerte Borchers die Runde auf. Im Anschluss stellte sie die Frage: „Was machst du mit deinem Betreuungskind?“ Fleißig notierten die Mädchen passende Verben. Anschließend mussten sie auf einem Zeitstrahl einordnen, welche Spiele für welches Alter geeignet sind. Weiter ging es mit der Aufklärung der Frage, was bei der Versorgung eines Kindes zu beachten ist. Auch dabei differenziert Borchers je nach Alter.

Insgesamt befassten sich die jungen Frauen auf zwei Tage verteilt sieben Stunden lang mit den unterschiedlichsten Bereichen der Kinderbetreuung. Dabei ging es nicht nur um wertvolle Tipps fürs Spielen, sondern auch darum, wie man beispielsweise ein Pflaster richtig anlegt.

„Ich finde es wichtig, zu erfahren, wie ich die Kinder beschäftigen kann“, so Evelyn über ihren Ansporn. Josefa und Antonia passen bereits seit einem Jahr gemeinsam auf Zwillingsjungen auf, die immer mehr Beschäftigung benötigen. Dafür sei die Liste „Spiele für zwischendurch“ ein wahrer Segen für die jungen Mädchen gewesen.

Alles, was ein Babysitter unbedingt wissen muss

Auch ein Haushalts-Check stand auf dem Stundenplan. Anhand eines Suchbildes mussten die Mädchen zehn Gefahren entdecken. Maike Borchers, selbst Mutter zweier Kleinkinder und bis zum Ende ihrer Ausbildung als Babysitter tätig gewesen, gab wichtige Hinweise. Zum Beispiel, was ein Babysitter unbedingt wissen sollte: ob das Kind unter Allergien leidet, ob es bestimmte Lebensmittel nicht essen darf oder wie man einen Rettungsdienst, Notarzt oder die Feuerwehr alarmiert. Wichtig sei auch ein Zettel mit Telefonnummern der Eltern, zuverlässigen Erwachsenen sowie die des Giftnotrufs.

Mit viel Spaß und Lachen gingen die zwei Tage schnell zu Ende. Wer wollte, konnte sich mit Einverständnis der Eltern in die Babysitter-Liste der Stadt aufnehmen lassen. „Diese wird an alle Eltern von neugeborenen Babys in Twistringen versandt“, erklärte Anke Döpkens.

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