Wiederholt haben Unbekannte Beete und Spielgeräte kaputt gemacht

Waldkinder traurig über Zerstörung

+
Kinder mit Erzieherin Rita Horstmann am Hochbeet.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Wir waren echt traurig“, sagt der sechsjährige Jannes Wiese aus Abbenhausen. Es ist nicht der erste Morgen im Waldkindergarten Pusteblume in der Dehmse hinter der Alten Ziegelei, an dem die Kinder erschreckt und enttäuscht entdecken, was Unbekannte über Nacht zerstört haben.

Selbst gezogene Hochbeetpflanzen sind herausgerissen und liegen nebenan in den Brennesseln. Der jeden Tag notwendige Wassertank der Kinder ist leer. Gartenkübel sind umgeworfen worden. „Wer macht sowas? Seit dem vergangenen Jahr gab es mehrere Vorfälle“, erklärt Dagmar Beuke-Pölking. Die Leiterin des Waldkindergartens der Lebenshilfe weiß sich keinen Rat mehr. Sie geht an die Öffentlichkeit und erhofft sich nun Hinweise zur Aufklärung.

Schock nach den Ferien

Jannes wirkt besonders betroffen. Er, der sehr engagiert im Garten und bei den Haushaltsarbeiten mithilft und das Kochen liebt, hat mit Erzieherin Rita Horstmann sogar einen Brief verfasst.

„Unseren Garten haben wir mit viel Mühe aufgebaut. Zuerst haben wir unser Hochbeet zusammengebaut und dann viel Pflanzerde in Schubkarren dahin gefahren“, schreibt der Sechsjährige. Viel gepflanzt hätten sie, zum Beispiel Erdbeeren, Zitronenmelisse, Kohlrabi, Schnittlauch und Erbsen.

Nach den Osterferien gab es für die Waldkinder eine böse Überraschung: „Alles ist kaputt gemacht worden“, heißt es in dem Brief. Die Bretter des Hochbeets waren herausgerissen. Jannis und Rita holten sie mit Handschuhen wieder aus den Brennesseln. Die Erdbeerpflanzen lagen herum, der Schnittlauch war verschwunden. „Den essen wir so gerne zu unserem Frühstück“, so der enttäuschte Jannes.

Gäste sind den Kindern immer willkommen

Kein Wasser mehr im Tank zum Pflanzengießen, Spielen und Händewaschen.

Im Mai „wurde nochmal im Garten randaliert“, schreiben Jannes und Erzieherin Rita auf. „Wir haben alles wieder in Ordnung gebracht und hoffen, dass alles in Ruhe wachsen kann und wir bald ernten können. Im vergangenen Jahr wurde unser Kartoffelturm zerstört. Wir wünschen uns, dass das nie wieder passiert. Es dürfen gerne Gäste kommen und in unserem Waldkindergarten spielen, aber bitte nichts zerstören.“

Im vergangenen Sommer haben ein Vater und ein Opa für die Gruppe ein Waldtrampolin gebaut, mit Karabinerhaken ein Netz zwischen den Bäumen befestigt. Wenig später trauten die Kinder ihren Augen nicht. Die Karabinerhaken waren verschwunden und das Netz zerschnitten.

„Das macht uns traurig“

„Das macht uns traurig“, betont Rita Horstmann, die mit Kollegin Pia Henn und dem Bundesfreiwilligendienstler Sam Sievert (18) die Jungen und Mädchen täglich betreut.

Leiterin Beuke-Pölking hat Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei Twistringen erstattet. Vielleicht haben aufmerksame Mitmenschen im Bereich der Dehmse am Waldkindergarten, der zum Kinder- und Familienzentrum Pusteblume an der Vechtaer Straße gehört, Ungewöhnliches gesehen. Sie werden gebeten, sich zu melden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Grusellabyrinth und Horror-Fest: Halloween in Deutschland

Grusellabyrinth und Horror-Fest: Halloween in Deutschland

Wie werde ich Winzer/in?

Wie werde ich Winzer/in?

Zu Tisch! - Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Zu Tisch! - Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Meistgelesene Artikel

„Sperrung könnte auch länger dauern“

„Sperrung könnte auch länger dauern“

„Wir werden uns auf dem Ergebnis nicht ausruhen“

„Wir werden uns auf dem Ergebnis nicht ausruhen“

Rat: Das nördliche Bruch wird geschützt

Rat: Das nördliche Bruch wird geschützt

Motorradfahrer bei Sturz nach Notbremsung schwer verletzt

Motorradfahrer bei Sturz nach Notbremsung schwer verletzt

Kommentare