„Wachteln sind groß in Mode“

Esel-Udo beim Taubenmarkt in Mörsen

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Mit dem Verkauf ihrer selbst gezüchteten Tiere frischten (v.l.) Alexander und René Hillmann aus Warpe sowie Kim Woyke aus Henstedt in Twistringen ihr Taschengeld auf.

Twistringen - Zum 15. Mal veranstaltete der Rassetaubenverein Twistringen den Norddeutschen Taubenmarkt. 26 Geflügelzüchter hatten sich angemeldet, um in der Reithalle Mörsen ihre Hühner, Enten, Wachteln und vor allem Tauben zum Verkauf anzubieten.

Die weiteste Anreise hatten der Vorsitzende des Sondervereins „Deutsche Modeneser“, Bernd Rathert aus Minden, und „Esel-Udo“ aus Petershagen. Statt des Esels hatte er seine Hühner, Tauben und Wachteln mitgebracht. „Wachteln sind gegenwärtig groß in Mode“, berichtete er. Nicht nur, weil diese kleinen wuseligen Vögel in den Volieren zusammen mit Ziervögeln und Tauben gehalten werden, das zu Boden gefallene Futter fressen und als „Saubermänner der Volieren“ gelten. Sondern auch, weil die kleinen Wachteleier in der modernen Küche sehr beliebt sind.

Auch bei Zwischenhändlern ist der Taubenmarkt bekannt. Patrick Zielinski aus Twistringen profitierte davon, denn seine „Deutschen Langschnäbeligen Tümmler“ brauchte er gar nicht erst auszustellen. Ein Gast aus den Niederlanden kaufte ihm am Eingang seine fünf Zuchtpaare ab.

Züchternachwuchs und Schopftauben

Weniger Glück hatte ein Züchter aus Cloppenburg, der vergessen hatte, die Impfbescheinigung für seine Tauben mitzubringen. Er konnte sofort wieder einladen. Bernd Rathert unterstützte die Ausstellungsleitung: „Angesichts der Vogelgrippe hatten die Tierärzte mit ihren Auflagen in den vergangenen zwei Jahren zwar überreagiert, doch inzwischen haben sie das richtige Maß gefunden“, erklärte der Bundesvorsitzende der „Deutschen Modeneser“. Dabei sollten sie von den Züchtern auch unterstützt werden. Impfbescheinigungen und Bestandsbuch müssten selbstverständlich sein.

Als noch junger Verkäufer war Kim Woyke aus Henstedt gekommen. Er verkaufte „Elsterpurzler“, „Thüringer Schwalben“ und „Kölner Tümmler“.

Noch jünger waren Alexander und René Hillmann aus Warpe, die Brieftauben und Zwergenten aus eigener Zucht mitgebracht hatten. Alexander (15) nutzte die Ausstellung, um sich nach Schopftauben umzuschauen, die von ihm auch gezüchtet werden. In Mörsen wollte er sich nur mal darüber informieren, zu welchen Preisen diese eleganten Tiere mit ihrem interessanten Federbüschel am Kopf gehandelt werden.

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