Vordringlicher Bedarf für Twistringen

B51: Neue Umgehung bis 2030

Twistringen - Von Michael Walter. Bis 2030 könnte Twistringen eine Umgehungsstraße haben: Das Vorhaben ist in den Entwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen und im „vordringlichen Bedarf“ eingestuft worden.

„Alle Projekte mit dieser Einstufung sollen in der Laufzeit des Bundesverkehrswegeplans bis 2030 umgesetzt oder zumindest begonnen werden“, sagt der für den Wahlkreis zuständige CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig. Der Entwurf geht von einem dreispurigen Neubau auf einer Länge von 7,7 Kilometern aus. Als Gesamtkosten sind 25,5 Millionen Euro veranschlagt.

Beim Nutzen-Kosten-Verhältnis steht ein Faktor von 4,8. Aus diesem Faktor ergibt sich sozusagen die Prioritätenliste der einzelnen Vorhaben. Die Skala reicht von eins bis „größer als zehn“ – das Ministerium stuft die Ortsumgehung für Twistringen also innerhalb der höchsten Bedarfsstufe als mittelprächtig ein.

Knoerig: „Der Wert wird berechnet aus dem Nutzen für den Verkehr und die anfallenden Kosten, unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort und den Städtebau sowie die Umwelt.“

Die Ortsumgehung für Barnstorf ist zum Beispiel vom vordringlichen Bedarf in die Kategorie „weiterer Bedarf“ herabgestuft worden. Die konkrete Bewertung jedes einzelnen Projektes kann auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums eingesehen werden.

In diesem Zusammenhang macht Knoerig auf eine Neuerung aufmerksam: „Zum ersten Mal findet eine Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Ab kommenden Montag, 21. März 2016, kann jeder Bürger im Rahmen eines sechswöchigen Zeitraums Stellung zu den Projekten des Bundesverkehrswegeplans nehmen.“

Nach Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung wird das Bundeskabinett den Bundesverkehrswegeplan beschließen. Danach werden die sogenannten Ausbaugesetze und Bedarfspläne in den Bundestag eingebracht und dort im Verkehrsausschuss beraten.

Ende des Jahres dürfte das Gesetzgebungsverfahren im Bundestag abgeschlossen sein. Dann sind die Länder am Zug. Denn die konkrete Umsetzung ist deren Sache. Der Bund stellt das Geld zur Verfügung. „Es kann nur schnell gebaut werden, wenn die Länder ihre Verantwortung wahrnehmen und die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau schaffen“, so Knoerig.

Insgesamt wurden von Ende 2012 bis Ende 2014 rund 2000 Projektvorschläge zur Aufnahme in den neuen Bundesverkehrswegeplan vorgeschlagen. Etwa 1000 davon werden in den nächsten Jahren umgesetzt. Kosten: insgesamt etwa 264,5 Milliarden Euro. Davon entfallen allerdings nur knapp 50 Milliarden Euro auf Straßenprojekte.

www.bmvi.de

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema:

Onigiri: die japanische Pausenstulle für unterwegs

Onigiri: die japanische Pausenstulle für unterwegs

Niederlande verlieren erneut - Schweden dreht Spiel: 3:2

Niederlande verlieren erneut - Schweden dreht Spiel: 3:2

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Meistgelesene Artikel

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

24-Jähriger bei Unfall schwer verletzt

24-Jähriger bei Unfall schwer verletzt

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

Kommentare