Volksbank Vechta steigert Bilanzsumme auf 971 Millionen Euro

Sechs Prozent Dividende

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Führungsriege der Volksbank Vechta (v.l.): Karl-Heinz Borchers, Hubert Ruhe, André Meyer, Stefan Dahms, Peter Spille (Aufsichtsratsvorsitzender), Ludger Ellert (Vorstandssprecher), Karl Krone, Birgit Meyer, Dr. Erwin Sieverding, Josef Kathmann, Ludger Wessel und Dr. Martin Kühling (Vorstand). Es fehlt auf dem Foto Rudolf Cordes.

Twistringen/Heiligenloh - Um 49 (5,3 Prozent) auf 971 Millionen Euro ist die Bilanzsumme der Volksbank Vechta im vergangenen Geschäftsjahr gestiegen. Der Gewinn unterm Strich: 2,8 Millionen. Außerdem erhöhten sich die Kundenkredite um 33 (5,1 Prozent) auf 701 Millionen Euro. Den stärksten Anstieg gab es allerdings bei den Kundeneinlagen mit 40 (6,5 Prozent) auf 663 Millionen Euro.

Auf der Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank, die auch Filialen in Twistringen und Heiligenloh betreibt, am Dienstagabend im Waldhof Vechta, stellten die Vorstände Ludger Ellert und Martin Kühling heraus, dass „sämtliche Wachstumsraten durchweg über den Quoten anderer Genossenschaftsbanken sowohl auf Regionalebene als auch bundesweit“ liegen.

Trotz sich verschärfender Rahmenbedingungen und einem lebhaften Wettbewerbsumfeld habe die Volksbank – 45000 Kunden und 18020 Mitglieder – ihre Marktposition weiter ausbauen können. „Wir sind zufrieden, die erneuten Wachstumsraten bestätigen uns in unserem Handeln“, so Ellert.

Martin Kühling führt das weiterhin positive Ergebnis auf das gute wirtschaftliche Umfeld in der Region und auf die Attraktivität des genossenschaftlichen Geschäftsmodells generell zurück. Die Verteilung neuer Kundenkredite nach Branchen sei ausgewogen: 43 Millionen an Privat, 36 an Dienstleister/Freiberufler, 32 Millionen an Industrie und Gewerbe, 20 Millionen in die Landwirtschaft und 12 Millionen in den Handel. Daneben vermittelte die Volksbank 208 Millionen Euro (plus 6,1 Prozent) an Darlehen an die genossenschaftliche Finanz-Gruppe – langfristige Finanzierungen, vorwiegend für den Wohnungsbau in Form von Hypotheken-, Bauspar- und Versicherungsdarlehen.

Kühling: „Erfreulich entwickelten sich auch die Wertpapierbestände in den Kundendepots.“ Die günstige Entwicklung am Aktienmarkt und die vermehrte Nachfrage nach alternativen Anlageformen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen hätten das Wertpapiervolumen um 5,1 Prozent auf 144 Millionen Euro erhöht. Noch zufrieden zeigt sich der Vorstand mit der Ertragslage, die wieder eine Dividende von sechs Prozent ermöglicht: 404141 Euro. 1,2 Millionen vom Jahresüberschuss fließen in andere Ergebnisrücklagen und 1,215 Millionen in die gesetzliche Rücklage.

Zur Gewinn- und Verlust-rechnung: Der Zinsüberschuss kletterte von 19,8 auf 19,9 Millionen, das Provisionsergebnis sank von 6,2 auf 5,6, die Personalkosten von 9,7 auf 9,3 und die Verwaltungskosten von 5,5 auf 5,0 Millionen Euro.

Vorstand Ellert sprach die aktuellen Herausforderungen in der Bankenwelt an, insbesondere die Folgen der Niedrig-, Null- und Negativzinspolitik. Wenn der Zinsüberschuss als größte Ertragsquelle einer Geschäftsbank unter Druck gerate, gewinnen die Dienstleistungs- und Vermittlungserträge noch mehr an Bedeutung, und die Kostenstrukturen seien zu überdenken, so Ludger Ellert.

tw/pb

Zu den Wahlen für den Aufsichtsrat: Rudolf Cordes (Langförden), André Meyer (Twistringen) und Birgit Meyer (Lutten) einstimmig wiedergewählt.

25 Jahre ehrenamtlich im Aufsichtsrat: Hubert Ruhe (Silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes).

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