Deutlicher Zuwachs bei Privateinlagen

Kunden der Volksbank Vechta scheuen das Risiko

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Voba-Vorstand Herbert Hermes bilanziert in Heiligenloh. Links Kollege Martin Kühling.

Heiligenloh - Von Theo Wilke. Nur noch sechs freie Bauplätze gibt es im Baugebiet Vor Harms Holt. 2018 soll es komplett erschlossen sein. „Wir sind mit der Entwicklung zufrieden“, betonte Herbert Hermes, Vorstandsmitglied der Volksbank Vechta diese Woche in Heiligenloh.

Beim Regionalforum in der fast vollbesetzten Sporthalle an der Grundschule zeigte sich Hermes noch zufriedener mit dem Abschneiden der Heiligenloher Filiale im vergangenen Geschäftsjahr: Zuwächse von 16 bis zu 32 Prozent bei privaten Kundeneinlagen und -krediten im Vergleich zur Gesamtbank.

Vorstand Hermes untermauerte seine Darstellung mit Fakten und Zahlen. Nachfolgend in Klammern die Gesamtzahlen der Voba Vechta: Das sechsköpfige Team um Heiligenlohs Filialleiter Henning Martens betreute im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 2 676  Kunden (45 751) und 1 319 Mitglieder (18 385). „Wir verzeichnen hier ein deutliches Wachstum“, so Herbert Hermes, „weil wir auch viele kleinere Kreditwünsche erfüllt haben.“

Kreditvolumen legt zu

Bei 53 Millionen Euro (Voba gesamt: 798 Mio., plus 6,7 Prozent) an vergebenen Krediten legte Heiligenloh um 3,9 Prozent zu – allein 14 Millionen (287 Mio., plus 9,5 Prozent) flossen an private Kreditnehmer. Dies bedeutet für die Filiale ein Plus von 16,7 Prozent. Der Bereich Firmenkunden lag unverändert bei 39 Millionen Euro (511 Mio., plus 5,1 Prozent).

Auch bei Kundeneinlagen und Spareinlagen zog Heiligenloh im Vergleich zur Gesamtbank davon. Während die örtliche Filiale 48 Millionen Euro oder plus 6,7 Prozent verbuchte, stiegen die Kundeneinlagen bei der Volksbank Vechta um 4,8 Prozent auf 756 Millionen Euro. Das Wertpapier-Depot vergrößerte sich an der Heiligenloher Beeke sogar um 25 Prozent auf zehn Millionen Euro beziehungsweise um 7,2 Prozent auf 163 Millionen Euro im gesamten Bereich der Genossenschaftsbank.

die Heiligenloher steigerten ihre Sichteinlagen um 23,5 Prozent auf 21 Millionen, die Spareinlagen um 16,7 Prozent auf 21 Millionen Euro. Insgesamt kam die Voba auf 391 Millionen (plus vier Prozent) beziehungsweise 269 Millionen (plus zehn Prozent).

„Wir klagen auf hohem Niveau“

„Die Mehrheit unserer Kunden ist risikoscheu“, meinte Vorstand Hermes. Sie würden ihr Erspartes lieber klassisch anlegen. „Wir haben unsere Kunden und Mitglieder im Fokus. Bei großen deutschen Banken dagegen dominierten Eigengeschäfte.

Die Bilanzsumme lag bei 1,070 Milliarde Euro. Der Bilanzgewinn sank von 2,86 auf 2,75 Millionen Euro. Schuld daran sei das Niedrig-Zins- niveau. „Trotzdem klagen wir auf hohem Niveau“, betonte Hermes. Auch im laufenden Geschäftsjahr verzeichne die Bank ein Wachstum bei Krediten und Einlagen.

Erneut habe man sechs Prozent Dividende an die Mitglieder (2016: plus 202) ausgeschüttet, betonten Hermes und Vorstandskollege Martin Kühling. 288 zusätzliche Kunden konnte die Voba gewinnen.

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