Richterin verurteilt Twistringerin

Unfallflucht kostet 240 Euro Strafe

Twistringen - Von Dieter Niederheide. Vergebens wehrte sich eine Fußgängerin aus Twistringen gegen den Vorwurf, im vergangenen September eine Unfallflucht begangen zu haben. Die Strafrichterin glaubte der Aussage einer Zeugin und verurteilte die Frau zu einer Geldstrafe in Höhe von 240 Euro (30 Tagessätze zu je acht Euro).

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass die Frau aus einem Hauseingang der Bahnhofstraße kam, dabei mit einem jungen Radfahrer kollidierte, sodass dieser mit dem Rad einen parkenden Personenwagen touchierte. Es gab eine Schramme. Die Autofahrerin bezifferte den Schaden auf 1200 Euro.

Laut Anklage soll sich die Angeklagte vom Ort des Geschehens entfernt haben, ohne sich als vermeintliche Unfallverursacherin um die Folgen gekümmert zu haben. Dagegen wehrte sich die Angeklagte. Sie schilderte ihre Sicht. Demnach kam sie aus dem Hauseingang, habe nach links und rechts geschaut und den Radfahrer gesehen. Dieser sei sehr schnell und etwas wackelnd angekommen. Sie hätte sich schon gedacht, dass da etwas passieren könne. Laut ihrer Aussage habe der Radler das Auto touchiert und sei dann weitergefahren. Sie hätte ihm noch nachgerufen, dass er dableiben solle. Sie sei sich hundertprozentig sicher, nicht mit dem Radfahrer kollidiert zu sein. Sie selber sei auch nicht weggegangen, sondern habe mit der Besitzerin des Auto gesprochen und ihren Namen genannt.

Das wiederum schilderte eine Twistringer Zeugin ganz anders. Die Frau sagte aus, dass sie den Zusammenstoß zwischen Fußgängerin und Radfahrer gesehen habe. Der Junge, vermutlich ein Schüler, kam zu Fall kam und stieß gegen das Auto. Sie habe der Angeklagten geraten, zur Polizei zu gehen.

Die Angeklagte behauptete, mit dieser Zeugin gar nicht gesprochen zu haben, sondern mit einer Frau, die sich ihr gegenüber als die Autofahrerin ausgegeben habe. Das wiederum wurde von der Autohalterin widerlegt. Sie hatte den Schaden erst später bemerkt und am Unfallort keinen Kontakt gehabt.

Staatsanwalt und Strafrichterin glaubten der Zeugin.

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