Umgänglich und zutiefst menschlich

Ehrenortsbrandmeister Heinz Kramer ist tot

Heinz Kramer †

Twistringen - Zutiefst menschlich und sehr umgänglich, kameradschaftlich und von einem einnehmenden Wesen sei Ehrenortsbrandmeister Heinz Kramer gewesen. Daran wird sich Twistringens heutiger Ortsbrandmeister Matthias (Titzi) Harms immer erinnern. Heinz Kramer ist am Dienstag im Alter von 81 Jahren verstorben.

Nicht nur die Feuerwehr trauert um einen besonders verdienten Bürger der Stadt. Kramer hat die Twistringer Feuerwehr geprägt und sich stets für das Allgemeinwohl engagiert. Im Januar 2018 hätte der Hauptbrandmeister seine 60-jährige Zugehörigkeit zu den Brandbekämpfern feiern können. „Ich hatte Ehrennadel und Urkunde schon beantragt“, so Matthias Harms.

„Hat sehr auf die Jugend gesetzt“

Im November 1983 wurde Heinz Kramer – nach neun Jahren als Stellvertreter – zum neuen Twistringer Ortsbrandmeister und Nachfolger von Günter Hammann gewählt. Damals war er schon 25 Jahre bei der Feuerwehr.

15 Jahre lang blieb er Chef der Brandbekämpfer an der Delme. „Er war sehr kollegial, hat auch sehr auf die Jugend gesetzt – und darauf bestanden, die Feuerwehr zu verjüngen“, schildert Ortsbrandmeister Harms. Er erinnert sich noch genau an das Jahr 1984. Damals wollte die Feuerwehr ihn und Michael Wessels (heute Kreisbrandmeister) eigentlich nicht aufnehmen. „Wir waren die langhaarigen Bombenleger. Aber Heinz Kramer hat sich für uns stark gemacht und uns unterstützt. Sonst wären wir nicht da, wo wir jetzt sind“, ist Titzi Harms heute noch dankbar.

Bis ins hohe Alter der Feuerwehr die Treue gehalten

Heinz Kramer gab 1998 sein Amt an Franz-Josef Borchers ab, wurde nach seinem altersbedingten Ausscheiden zum Ehrenortsbrandmeister ernannt. Als Chef der Altersabteilung organisierte er in der Folgezeit viele Aktivitäten.

Kramer sei der Wechsel zunächst sehr schwergefallen, so Harms, aber er habe bis ins hohe Alter seiner Feuerwehr die Treue gehalten und stets persönliche Kontakte gepflegt, auch zu den aktiven Kollegen und zur Wettbewerbsgruppe. Diese begleitete er 2016 noch zu den deutschen Meisterschaften der Feuerwehren in Rostock.

Im Februar 2017 im Feuerwehrhaus wünschte sich Kramer, „bei so mancher Veranstaltung mehr junge Leute zu sehen“. Bis zu seinem Schlaganfall im Frühjahr habe der Träger der silbernen Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes täglich viele Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt, so Harms.

Auch der frühere Arbeitgeber, Siemers Elektro, trauert um Kramer, der bis ins hohe Alter bei Reparaturen in der Werkstatt half. Geschätzt wurden seine Treue, Hilfsbereitschaft, menschliche Wärme und Geduld. tw

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