Umbau zum neuen Pfarrzentrum für St. Anna verzögert sich bis Oktober

Brandschutz fordert Feuertreppe und Balkon

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So soll das neue Pfarrzentrum aussehen. Thorsten Weniger (l.) und Markus Tegeler vom katholischen Kirchenvorstand am Plan. Im Hintergrund das alte Pfarrhaus.

Twistringen - Von Theo Wilke. Der Start zur Sanierung und zum Umbau des alten Pfarrhauses zum neuen Pfarrzentrum an der Twistringer St.-Anna-Kirche wird sich um mindestens zwei Monate verzögern. Der Grund sind zusätzliche Brandschutzanforderungen. Teilabriss und Rohbauarbeiten sind erst ab Oktober möglich. Der größte Brocken für die „Insellösung“ der katholischen Immobilien wird rund 1,95 Millionen Euro kosten. Ende 2016 soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein.

Das alte Pfarrhaus ist längst leergeräumt. Aber es sind noch keine Handwerker in Sicht. „Zwischen Oktober und Januar“ werde man starten können, erklären Thorsten Weniger und Markus Tegeler vom Finanzausschuss des Kirchenvorstandes St. Anna.

Konkreter ginge es nicht, weil noch einige Arbeiten ausgeschrieben würden, obwohl „massive Rohbauarbeiten nötig“ seien, betont Weniger. Er hat Bedenken, dass man damit zu sehr in die Wintermonate rutscht. Spätere Gewerke sind bereits vergeben.

Geplant ist unter anderem, den größten Teil der Wände einzureißen. Im Prinzip würden eigentlich nur die Giebel und ein paar Mauern stehen bleiben. Markus Tegeler sagt, wegen der Statik müsse man noch schauen. Die alten Wände, zum Teil noch aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts, seien sand- und kalkhaltig. Das bereite noch Probleme.

Thorsten Weniger deutet auf den Ausbauplan: „Obwohl es erhebliche Mehrkosten erfordert, werden wir die ortsbildprägende Fassade erhalten.“

Das zukünftige Pfarrzentrum werde an der linken Frontseite ein freundliches und lichtdurchflutetes Foyer bekommen. Daran grenzen das neue Pfarrbüro und ein flexibel nutzbarer Raum etwa für Freiwilligen- oder Hospizgruppentreffen.

Erstmalig wird es im Gebäude einen Fahrstuhl geben. Menschen mit Handicap müssen nicht mehr mehrere Stufen vom Eingangsbereich in den neuen Saal bewältigen, sie können in Zukunft auch gleich ins Obergeschoss fahren.

Daneben führt eine neue Treppe nach oben – und in den Keller. Dort werden je nach Bedarf Tische und Stühle verstaut.

„Es wird keine separate Bühne geben“

Der neue Pfarrsaal wird bis zu 170 Quadratmeter groß und teilbar sein für kleinere Veranstaltungen. „Es wird keine separate Bühne geben“, erklärt der Marhorster Tegeler. Vielleicht später mal eine mobile Bühne.

Geplant ist von der Gartenseite aus ein Zugang zum Saal mit großer Fensterfront.

Im Obergeschoss sind das Dekanatsjugendbüro und ein 62 Quadratmeter großer Raum für die Kolpingsfamilie vorgesehen. Daneben ein kleiner Gruppen- sowie Jugendraum und Sanitäranlagen mit Dusche.

Im Gespräch sind zurzeit noch Dachgauben-Fenster mit Zugang zum „Rettungsbalkon“. Auch eine zusätzliche Brandschutzauflage ist an der Westseite als Fluchtweg eine gußeiserne Wendeltreppe mit Verblendmauerwerk. Der alte Treppenaufgang an der Hausfront wird beseitigt.

„Der Dachstuhl muss runter, er wird komplett erneuert, die Fassade wird gereinigt, neu verfugt und versiegelt“, sagt Tegeler. Die Wärmedämmung des Gebäudes müsse eine Spezialfirma erledigen. Die Gestaltung der Außenflächen folge zu einem späteren Zeitpunkt. Am Um- und Ausbau werden neben örtlichen Firmen auch auswärtige Unternehmen beteiligt sein.

Die frühere Sozialstation (neues Pfarrhaus) und das Küsterhaus (Rendantur, Archiv, Gruppenräume, Büros undmehr) sind bereits saniert worden – für rund 250000 Euro. Davon seien etwa 30000 Euro an Eigenleistungen gewesen, insbesondere durch Jugendliche der Pfarrgemeinde, betont Markus Tegeler.

Der Marhorster hofft, dass nun auch beim „dicksten finanziellen Brocken“ einige Eigenleistungen möglich sind. Helfer können sich bei ihm melden oder ihre Mailadresse im Pfarrbüro abgeben.

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