Katrin Schwarze spricht über Hochzeitswald, Jugendhaus & Co.

Twistringens neue Ortsbürgermeisterin

Die neue Ortsbürgermeisterin Katrin Schwarze mit Hund Hilde im Hochzeitswald.
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Die neue Ortsbürgermeisterin Katrin Schwarze.

Katrin Schwarze ist neue Ortsbürgermeisterin der Ortschaft Twistringen. Wir haben uns mit ihr im Hochzeitswald getroffen, um über ihr neues Amt, ihren Weg in die Politik und anstehende Aufgaben in Twistringen zu sprechen.

Die 45-Jährige kommt an diesem Tag nicht alleine. Mit dabei ist Hilde, die derzeit eine Ausbildung zur Therapiehündin macht. Das kommt nicht von ungefähr: Katrin Schwarze hat eine Physiotherapiepraxis. Patienten berichten ihr öfters am Rande von Therapiestunden, wo sie sich im Ort Veränderungen wünschen. Jetzt, wo sie Ortsbürgermeisterin ist, gilt das umso mehr, stellt Schwarze fest.

Ihr Weg in die Politik

Während Hilde fröhlich mit dem Schwanz wedelnd Passanten hinterherschaut, erzählt Katrin Schwarze: „In die Politik bin ich gegangen, nachdem meine älteste Tochter, die ist jetzt 16, in die Grundschule gekommen ist.“ Damals hätten Schüler ihren Mittagstisch in einer Kneipe serviert bekommen. Dazu das knappe Platzangebot, die Turnhallen-Situation ... „Ich dachte: Was sind das hier für Umstände? Da muss sich was ändern!“

Zunächst war Schwarze im Vorstand des Elternrats der Grundschule am Markt, dann hat sie sich bei der Kommunalwahl aufstellen lassen. Sie ist in der CDU, findet aber: Bei kommunalen Wahlen sollten statt Parteizugehörigkeiten eher die Personen an sich im Vordergrund stehen.

Steckenpferd: Kinder und Jugend

Mittlerweile sei die Stadt bezüglich der Schulen und Kindertagesstätten auf einem guten Weg, freut sie sich. In dem Zuge verweist die dreifache Mutter auch auf den Bau der Kita an der Werner-von-Siemens-Straße. „Ich bin Kindertherapeutin, dadurch liegen mir natürlich die Kleinen am Herzen, das ist mein Steckenpferd.“

Den Hochzeitswald hat Katrin Schwarze nicht zufällig für ein Treffen ausgewählt. „Es ist mit das größte Projekt, was wir als Ortsrat weiter voranbringen sollten“, sagt sie. Die neue Klimafachgruppe will den Hochzeitswald als einen von drei Parks im Rahmen der „Grünen Lunge“ aufwerten – ein Projekt, das Schwarze gern begleiten will.

„Wir müssen auf jeden Fall etwas für unsere Jugend tun“, findet sie außerdem. „Da sind wir als Stadt nicht so gut aufgestellt. Wenn wir da nicht das Engagement unserer Vereine hätten ...“ Sie könnte sich eine Weiterentwicklung des Jugendhauses dahingehend vorstellen, dass dort für andere Generationen ebenfalls etwas angeboten wird: „Wo sich abends die Jugend trifft, könnten nachmittags Senioren Kaffee trinken.“ Schwarze schwebt zudem ein Stammtisch mit dem Ortsrat vor, bei dem jeder dazukommen kann, um sich auszutauschen und Anregungen zu geben. Wenn Corona das zulässt, versteht sich.

Zusätzliche Beleuchtung in der Stadtmitte?

Im Blick hat sie auch die zentralen Plätze. Das Weinfass, ein mobiler gastronomischer Stand, sei da eine Bereicherung. Zusätzliche Beleuchtung ist derzeit im Gespräch. Bei der jüngsten Ortsratssitzung teilte Bürgermeister Jens Bley jedoch mit, dass die Beleuchtung eines großen Baumes auf dem Zentralplatz etwa 3 700 Euro kosten würde – und bekanntlich ist Twistringen klamm. Zudem gibt es Bedenken wegen der Umweltverträglichkeit. Das Licht könnte Insekten stören. Eine andere Überlegung ist, mehrere kleine Bäume zu beleuchten. Schwarze will sich zudem über Solar-Alternativen schlaumachen.

Weitere Themen, die sie hervorhebt, sind die Ambitionen des Heimat- und Fördervereins hinsichtlich der Fossiliengrube, die Pflege von Beeten, Leerstand, Renovierungsstau sowie das Vorhaben, die Delmequelle wieder sichtbarer zu machen. Nicht zuletzt ist es ihr ein Anliegen, insgesamt als Ortschaft besser zu funktionieren und das Ehrenamt zu stärken.

Von Katharina Schmidt

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