Twuster Schotten: Schürze für den guten Zweck

Sylvia Holste-Hagen, Christiane Wolff und Hedwig Harms stehen im Fair Kauf Twistringen
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Präsentieren Büdel und Schotten: Sylvia Holste-Hagen, Christiane Wolff und Hedwig Harms.

Seit etwa einem Dreivierteljahr gibt es den Twuster Büdel: Einen Beutel, den Ehrenamtliche aus alten Hemden nähen und für den guten Zweck verkaufen. Nun bekommt er mit der Twuster Schotten Gesellschaft.

Twistringen - „Toll, was man aus einem Hemd alles machen kann!“ Hedwig Harms steht im Fair-Kauf-Laden an der Bahnhofstraße und hält eine Twuster Schotten hoch. Für alle Nicht-Plattsnacker: Schotten heißt Schürze, Twustern bedeutet Twistringen. Harms war die Ideengeberin für die neue Stoffkreation, die vor Fettspritzern und Klecker-Flecken schützt.

Ebenso wie bei den Twuster Büdeln will das Fair-Kauf-Team, das hinter der Aktion steckt, den Erlös aus dem Verkauf der Kochschürzen spenden. An wen, steht noch nicht genau fest. Auf jeden Fall soll das Geld dazu dienen, Menschen zu helfen.

Zwei Namen sind im Zusammenhang mit den Büdeln und Schotten besonders hervorzuheben: Lydia Putjenter und Marita Meyer. Die beiden fertigen die guten Stücke und beweisen dabei Liebe zum Detail. „Die können nähen wie tüt“, freut sich Fair-Kauf-Vorsitzende Sylvia Holste-Hagen.

Die Hemden, die umfunktioniert werden, wurden dem Soziale Kaufhaus gespendet, eignen sich aber nicht mehr zum direkten Verkauf – zum Beispiel, weil der Stoff an manchen Stellen leicht vergilbt ist. Dank der ehrenamtlichen Näherinnen landen solche Hemden nicht in der Tonne, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Die neuen Schürzen gibt es ab sofort für sechs Euro im Fair-Kauf-Laden. Momentan weihnachtet es dort sehr: In der Adventsausstellung reihen sich Engelchen, Tannenbaumkugeln und Sterne aneinander. Es glitzert und funkelt. Wer noch Geschenke sucht, könnte ebenfalls fündig werden. Zum Einpacken eignet sich im Übrigen auch so ein Twuster Büdel.

Neben dem ursprünglichen Design des Beutels gibt es inzwischen eine weitere, kleinere Version, genäht aus Ärmeln. So können aus einem Hemd gleich zwei Taschen entstehen. Rund 60 Twuster Büdel sind bisher an den Mann oder die Frau gekommen. Die Stadt Twistringen nutzt sie zum Beispiel für Jubiläumspräsente. Erhältlich sind die Stoffbeutel in örtlichen Geschäften und natürlich im Fair-Kauf-Twistringen.

Nicht nur Bedürftige sind in dem Sozialen Kaufhaus willkommen. Jeder kann zum Shoppen vorbeikommen. Inhaber eines Sozialausweises bekommen auf die günstigen Preise nochmal 30 Prozent Rabatt obendrauf.

Das Fair-Kauf-Twistringen gibt es seit rund drei Jahren. Laut Sylvia Holste-Hagen läuft’s. „Wir haben am Tag oft über 60 Kunden“, erzählt sie. „Mit dem Sozialen Kaufhaus haben wir eine Punktlandung hingelegt.“ Man glaub ihr sofort: Ständig gehen Kunden rein und raus. Selbst in der Mittagspause lugen Menschen durch die Glasscheibe der Eingangstür.

Fünf bis sechs Leute sind derzeit ehrenamtlich in dem Kaufhaus aktiv. Zu tun gibt es mehr als genug, auch außerhalb der Öffnungszeiten. „Alle, die hier sind, machen das mit Leidenschaft und vollem Einsatz“, so Holste-Hagen. ks

Öffnungszeiten Fair-Kauf

Montag und Donnerstag von 10 bis 12.30 Uhr sowie von 14.30 bis 18 Uhr.

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