Hilfsgüter-Transporte nach Litauen

Von Helfern zu Partnern zu Freunden

Die Twistringer hatten nicht nur Plakate und Flyer im Gepäck, sondern auch das Infozelt der Stadt, um sich beim Frühlingsfest zu präsentieren.
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Die Twistringer hatten nicht nur Plakate und Flyer im Gepäck, sondern auch das Infozelt der Stadt, um sich beim Frühlingsfest zu präsentieren.

Twistringen - Mit Elektrogeräten, Pflegehilfsmitteln, Kleinmöbeln, Matratzen und viel gut erhaltener Kleidung hatte sich eine Twistringer Reisegruppe auf den Weg ins litauische Kaisiadorys gemacht. Nun ist die Gruppe wohlbehalten wieder zurück und freut sich, dass die Partnerschaft vertieft werden konnte.

Im Reisegepäck hatten die Twistringer nicht nur die Hilfsgüter, sondern auch das Informationszelt der Stadt Twistringen, das sie nach der Ankunft auf dem Frühlingsfest in Kaisiadorys aufbauten. Sie wurden bereits sehnsüchtig erwartet. „Twistringen kennt man im litauischen Kaisiadorys“, freut sich der Freundeskreis-Vorsitzende Konrad Hammann.

Am Ende des Festes hatten die Twistringer gut 500 Flyer verteilt und etliche kleine Geschenke gemacht. Erstaunt seien sie über die vielen Deutsch sprechenden Gäste am Stand gewesen, die Kontakt zu der Gruppe aus Twistringen gesucht hatten.

Neben einer kleinen Besichtigungsreise zum Berg der Kreuze und der zweitgrößten Stadt Litauens, Kaunas, konnte die Reisegruppe am Tag darauf die Hilfsgüter abladen. Ein Teil wurde in Kaisiadorys verteilt, ein anderer Teil wurde in das Malteser Zentrallager in Vilnius gebracht. Zwei Maltesergruppen und Behinderteneinrichtungen waren weitere Entladestellen.

"Schön zu sehen, dass transportierte Güten in Gebrauch sind"

„Es ist schön zu sehen, dass Güter, die in den vergangenen Jahren nach Litauen transportiert wurden, in Gebrauch sind“, berichtet Georg Beuke, Ortsbeauftragter der Twistringer Malteser.

Bürgermeister Romualdas Urmelevicius habe in seiner Ansprache am Abschiedsabend angemerkt, dass man für das Entladen der Hilfsgüter einen anderen Weg finden müsse. „Sie sollen Litauen kennenlernen und nicht nur Hilfsgüter entladen.“ Er stellte den litauischen Maltesern einen Lagerraum in Aussicht, um die Hilfsgüter von einer Stelle aus für den Bezirk Kaisiadorys zu verteilen.

Weitere Gesprächspunkte des Abends waren die Einrichtung eines „sozialen Kaufhauses“ und die Vertiefung der Städtepartnerschaft. Um das „soziale Kaufhaus“ zu installieren, wurde Kontakt zu einem Geschäftsmann in Rumsiskes, etwa 20 Kilometer von Kaisiadorys entfernt, aufgenommen. „Dieser kann sich den Betrieb einer solchen Einrichtung sehr gut vorstellen“, freut sich Beuke. Man werde daran arbeiten, das Vorhaben umzusetzen.

Arbeitsgruppe soll Städtepartnerschaft vertiefen

Auch an der Städtepartnerschaft soll weiter gearbeitet werden. Beuke: „Ein Komitee aus Bürgern beider Städte wird zukünftig Austausche planen und auch umsetzen.“ Mit der Kulturbeauftragten der Stadt Kaisiadorys, Daiva Vaitkeviciene, die Twistringen schon kennt, soll eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen werden. Man sei sicher, dass dieses Komitee Austausche fördern und partnerschaftliche Beziehungen vertiefen könne.

Neben zahlreichen kulturellen Programmpunkten wurde der Delegation auch kulinarisch einiges geboten, so kam sie in den Genuss eines litauischen Grillfestes.

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