Twistringer Kulturpaket im neuen Format / Mehr als 20 Veranstaltungen

Kinder bauen ihr Traumhaus

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Im Oktober dürfen Kinder und Erwachsene in Heiligenloh Instrumente ausprobieren – ohne Vorkenntnisse.

Twistringen - Von Theo Wilke. Nach Herzenslust Instrumente ausprobieren dürfen Kinder und Erwachsene beim Orchester-Familiennachmittag am 7. November in Heiligenloh. Ebenso für Jugendliche gedacht ist ein Architektur-Workshop. Am 17.Oktober können Jungen und Mädchen ihr Traumhaus-Modell entwerfen. Das sind zwei Highlights des neuen Twistringer Kultur-Halbjahresprogramms, das nach den Ferien startet. Für 2016 ist eine „Nacht der Kulturen“ geplant.

„Das neue Programm wird ab 29. August öffentlich ausliegen“, kündigt die städtische Kulturbeauftragte Katja Bischoff an. Neu wird das Format sein. Statt des bisherigen großen Faltblatts wird das Programm erstmals geheftet, kleiner „und noch schöner, griffiger und ansprechender sein“, verspricht Bischoff.

Auf mindestens 24 Seiten präsentiert die Stadt mehr als 20 Veranstaltungen, übersichtlich in Registern für jeden Monat. Inhaltlich biete es eine große Bandbreite verschiedener Genres für junge und ältere Kulturfreunde: Familienevents, Lesungen, Konzerte oder auch Workshops.

Den Auftakt besorgt am 5./6. September sowie 12./13. September die Ausstellung „Land-Art 2015“ mit Künstlern aus dem Bremer Atelier Kap Hoorn im Heiligenloher Atelier Birkenhof.

Am 19.September folgt von 10 bis 18 Uhr der Workshop „Singen und Tanzen“ im Twistringer Rathaus, organisiert von der Gleichstellungsbeauftragten Heike Harms.

In der Reihe „Ich schenke dir eine Geschichte“ bietet der Förderverein der Stadtbücherei am 23. September, 15 bis 16 Uhr, eine musikalische Lesung mit Gwendolyn Schubert von den Bremer Philharmonikern.

Mit brasilianischer Musik wird die stimmgewaltige Marcia Bittencourt im Quintett am 2. Oktober (19.30 Uhr, Rathaus) ihre Zuhörer verzaubern. Ihr Konzert „One Night Bossa“ enthält neben noch weitgehend unbekannten Perlen auch weltberühmte Songs. Bittencourt stammt aus Rio de Janeiro, der Stadt des Samba und Bossa Nova. „Marcia ist zu ihren Wurzeln zurückgekehrt“, freut sich Katja Bischoff.

Die Kulturbeauftragte bietet am 6. Oktober (19 Uhr, Gymnasium) einen Akademie-Abend an. Am darauf folgenden Wochenende läuft im Gymnasium die erste Seniorenmesse, am 17. Oktober (11 bis 15 Uhr, Gymnasium) gibt es einen Architektur-Workshop für Kinder ab zehn Jahren. Ob eine Villa am See oder ein Baumhaus – die Kinder dürfen ihr eigenes Traumhaus im Modell entwickeln, dabei Lebens- und Wohnbedürfnisse von heute und für die Zukunft einbringen. Anmeldungen sind ab 31. August im Bürgerservice (04243/413-170) möglich.

Mehrere Orgelherbst-Konzerte in der St.-Anna-Kirche enthält das Programm, ebenso am 26. Oktober den Bücher-Herbst in Heiligenloh oder am 7. November (19 Uhr) das Ziegelei-Konzert mit Jessy Martens. Am selben Tag ab 15 Uhr ist der Orchester-Familiennachmittag im Heiligenloher DGH geplant. Da dürfen auch Eltern, Großeltern und andere die Instrumente ausprobieren. Bischoff: „Da wird sich keiner blamieren.“

„Kleiner Eisbär, wohin fährst du?“ heißt es am 28.November (16 Uhr, Rathaus) im Advents-Puppentheater für Kinder ab vier Jahren mit dem Mobilen Figurentheater Bremen.

Mit „Weihnachtszauber-Winterzauber“ wird das Bremer Kaffeehaus-Orchester am 5. Dezember (19.30 Uhr, Rathaus) nicht nur klassisch auf die Festtage einstimmen.

Bremen kulturell zu Gast: „Letztes Jahr in Marienbad“

Unter dem Motto „Bremen kulturell zu Gast in Twistringen“ startet die städtische Beauftragte Katja Bischoff ein neues Angebot: Einmal im Halbjahr, an einem Donnerstag, wird es einen Vortragsabend geben, den ersten am 10. Dezember ab 19.30 Uhr im Rathaus. Kostenlos, gerne gegen eine Spende.

Dann steht die Ausstellung „Letztes Jahr in Marienbad – Ein Film als Kunstwerk“ (14. November 2015 bis 13.März 2016, Bremer Kunsthalle) im Mittelpunkt.

Die Gruppenausstellung mit Werken vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart wird erstmals die besondere Bedeutung der 1961 im Marienbad-Film geprägten „Nouvelle-Vague“-Ästhetik (neuer Stil des französischen Kinos) für die bildende Kunst aufzeigen. Die Kunsthalle bietet Video-, Animations und Installationskunst sowie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie und Architektur.

„Viele können nicht nach Bremen kommen. Deshalb bringe ich Themen nach Twistringen, die auch gesellschaftlich wichtig sind“, betont Bischoff. Sie möchte eine Vortragskultur etablieren, etwa zu Politik oder Wissenschaft. Und: Kooperationen mit auswärtigen Kulturschaffenden würden auch den Horizont erweitern.

tw

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