Mit Blasrohr gegen den Teufel

Twistringer Kinderkirche bietet Entdeckungstour mit Martin Luther

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Ein Erinnerungsfoto wollten alle gerne habe. Gemeinsam mit dem Team Kinderkirche sowie Diakonin Sonja Bachhofer, die Fledermaus Gustav in den Händen hält, posieren die Mädchen und Jungen bei ihrer Entdeckungstour mit Martin Luther.

Twistringen - Von Sabine Nölker. „Ich habe ganz oft Angst, aber Gott ist stärker als alles, was mir Angst macht!“ Diesen Mutmach-Vers bekamen die 38 Mädchen und Jungen mit auf den Weg, die sich am Samstag bei einem Mittelalter-Spektakel mit Martin Luther auf Entdeckungstour machten. Das Team der Kinderkirche sowie Diakonin Sonja Bachhofer hatten diesen Nachmittag organisiert.

Das Lachen der Kinder und Konfirmanden schallt über das Kirchengelände. Während die einen versuchen, sich beim Strohsackschlagen gegenseitig von den Hindernissen zu hauen, sind Niklas, Ben und Tom eifrig beim Dosenwerfen. „Tolle Sache, macht echt Spaß heute“, waren sich die Jungen einig.

Mutmach-Vers gegen die Angst

Das Thema des Tages: „Martin entdeckt, was Mut macht“. Bereits nach der Begrüßung gab Fledermaus Gustav, der jetzt in der Kirche wohnt, sowie ein kleines Theaterstück des Kindergottesdienstteams um Sandra Richter den Einstieg in das Thema. Laut Richter, die den Luther mimte, ist er ein sehr ängstliches Kind gewesen. Vor allem aber habe er Angst vor Gott gehabt. Der Mutmach-Vers, den er den Kindern mit auf den Weg gab, habe ihm geholfen.

Dann tobten die Jungen und Mädchen los, denn es gab viel zu entdecken. In der Kirche mussten sie die Kirchenmaus finden, die verschwunden war. Wer wollte, konnte sich in Mönchskutte als Martin Luther fotografieren lassen und den Teufel mit dem Blasrohr abschießen. Und ähnlich, wie Luther damals seine Thesen an die Kirchentür hämmerte, durfte jeder aufschreiben, was ihm persönlich stinkt und den Zettel dann an die Beschwerdetür kleben.

Dosenwerfen trotz vieler Angebote Favorit

„Das sind alles gute Angebote“, so die achtjährigen Richard, Paul und Giuliano. Ihnen gefiel allerdings das Dosenwerfen am besten. Für die neunjährige Dana waren jedoch die Bastelaktionen das Tollste des Tages. Hier konnte sie einen Blumentopf bemalen und direkt im Anschluss Kräuter einpflanzen. Wer wollte, durfte Jutebeutel bedrucken. Möglich war dies nur, weil Sandra Richter und Sonja Bachhofer bei diesem Aktionstag Unterstützung von Laura Pröstler sowie den Jugendlichen Helfern Sophia und Nicole hatten.

Zwischendurch genossen die Kinder und Jugendlichen selbstgebackenen Kuchen und frische Waffeln. Apfelschorle und Wasser löschten den Durst, den viele durch das Hin- und Herrennen zwischen Martin-Luther-Kirche und Gemeindehaus hatten. „Ein schöner Nachmittag, der mir sehr viel Spaß gemacht hat“, resümierte Dana.

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