Höhepunkt für André Rickers

Twistringer Kaninchenzuchtverein: Karrieresprung zum Preisrichter

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André Rickers hat es geschafft: Der 35-Jährige ist neuer Preisrichter.

Twistringen - André Rickers (35) ist mit 21 Jahren Vereinszugehörigkeit schon ein „alter Hase“ unter den Mitgliedern des Twistringer Kaninchenzuchtvereins F 321 und nun der erste Preisrichter.

„Was er jetzt erreicht hat, ist der vorläufige Höhepunkt einer Karriere als Kaninchenzüchter, die bereits ihren Anfang nahm, als André im Kindesalter Kaninchen bei den Nachbarn bewunderte und sie sofort in sein Herz schloss“, berichtet Vereins-Pressewart Gerd Helms.

Damals zu Besuch bei seinem heutigen Vereinskollegen Heinrich Drunagel, wurde Rickers’ erstes Kaninchen gekauft, eine Kreuzung aus Hermelin Rot- und Blauauge. Drunagel bestärkte den jungen André, gab ihm Informationsmaterial an die Hand. Und prompt folgte dem ersten ein zweites Kaninchen. André besuchte die monatlichen Vereinsversammlungen und somit an die Rassekaninchenzucht herangeführt.

Beruf, Hobby und Familie vereinbaren

Dem aufstrebenden Jungzüchter wurden alsbald die ersten Vorstandsposten angeboten. Zunächst Tätowierer (Ohren kennzeichnen), dann Jugendwart, Zuchtwerbewart und schließlich bis heute zweiter Vorsitzender des Vereins F  321. Im Kreisverband engagiert sich Rickers als Kassierer und ist außerdem im Widderclub Hannover aktiv.

Der Twistringer züchtete zuerst Deutsche Kleinwidder weiß Rotauge, hatte damit aber keinen großen Erfolg und hielt sich dann stattdessen Kleinsilber hell. Seit diesem Jahr bildet er mit Ehefrau Svenja eine Zuchtgemeinschaft und hat seine Freude an Deutschen Kleinwiddern Thüringer weiß und Kleinsilber havannafarbig.

Tochter Anna tritt bereits in die Fußstapfen von Papa. Sie wurde 2017 mit ihren Kleinsilber schwarz Landesmeister, Mutter Svenja ist bereits zweifache Niedersachsenmeisterin. André Rickers erzielte seinen größten Erfolg mit seinen Zwergwidder wildfarben weiß, als er 2013 in Karlsruhe Bundessieger wurde.

Dreijährige Ausbildung mit drei Prüfungen

„Bei allen Wettbewerben, an denen Rickers teilgenommen hat, wurde das Interesse am Richten geweckt. Warum sollte er die Tiere nur auf den Richtertisch tragen, wenn er doch beim Zusehen so viel Wissen angesammelt hatte, dass er in der Lage war, die Kaninchen selber zu beurteilen?“, so Pressewart Helms.

Vom altgedienten Preisrichter Horst Fahrenholz erhielt Rickers Tipps und Unterstützung, sodass er die dreijährige Ausbildung mit drei Prüfungen (Anwärterprüfung, Hilfsrichterprüfung und Preisrichterprüfung) schadlos überstand, wenngleich die Zeit für Ehefrau Svenja nicht immer leicht war und sie häufig dem Hobby ihres Mannes den Vortritt lassen musste.

„Mal sehen, was in Zukunft passiert“, sagt Rickers augenzwinkernd. Er arbeitet bei Airbus, sein Hobby Kaninchenzucht und die Familie miteinander vereinbaren kann.

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