Twistringer gehen für Kompetenzzentrum Gesundheit auf die Straße

Demo vor der Abstimmung

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Die Twistringer sehen noch Chancen für ein Kompetenzzentrum im alten Klinikum.

Twistringen - Von Sabine Nölker. „Wo haben wir noch Chancen, Überzeugungsarbeit zu leisten?“ Das fragte Hedwig Harms am Dienstagabend die Runde der etwa 20 Mitstreiter am Runden Tisch im Gasthaus Zur Penne. Die Bürger kämpfen für die Ansiedlung des Kompetenzzentrums Gesundheit und Pflege in Twistringen.

Denn damit der Kreistag am 15. September die Abstimmung über den künftigen Standort der geplanten Alten- und Krankenpflegeschule verschiebt, werde jede Stimme benötigt.

Nach intensiven Diskussionen haben sich die Anwesenden, darunter der zukünftige Twistringer Bürgermeister Martin Schlake, für insgesamt drei Aktionen entschieden:

Zunächst sollen sich alle Fraktionsvorsitzenden des Rats – gerne auch mit Beteiligung des Bürgermeisters Karl Meyer – mit einem Schreiben an jedes einzelne Kreistagsmitglied wenden, um die Vorteile des Standorts Twistringen noch einmal zu betonen. Etwa die geringen Kosten sowie die Nähe zu den Kliniken im Landkreis.

Weiterhin möchten die örtlichen CDU-Politiker den Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig dazu bringen, sich noch vor der Kreistagsabstimmung klar für den Standort im St.-Annenstift auszusprechen.

Und drittens sind zwei Demonstrationen für den 1.und den 8. September geplant, jeweils um 18Uhr vor dem Rathaus.

Während Fritz Wüppenhorst meinte, dass dies vergebliche Liebesmüh sei, waren sich die übrigen Anwesenden einig, damit etwas bewirken zu können. „Wir zeigen damit, dass die Ansiedlung eines Kompetenzzentrums ein Anliegen der Bürger ist, das aus dem Herzen unserer Stadt kommt“, erklärte Harald Weymann. Nun hoffe man nur, das möglichst viele Twistringer Präsenz zeigen, um gemeinsam zu demonstrieren: „Wir kämpfen für den Standort.“

Unter den Anwesenden war auch die Vorsitzende der Senioren-Union Lisa Dannemann aus Heiligenfelde. Sie gab den Anwesenden ein Argument mit auf den Weg, das „ebenfalls die Entscheidung beeinflussen kann“. Nämlich zusätzlich zum Kompetenzzentrum eine Palleativstation für den Landkreis einzurichten.

Dannemanns Argumentation: „Twistringen liegt inmitten des Landkreises und ist mit Bus und Bahn sehr gut zu erreichen.“ Die Sonderausbildung in der Paleativmedizin könne dann parallel zu den Alten- und Krankenpflegeausbildungen laufen. „Wir benötigen ganz dringend so eine Station im Landkreis“, acht Betten wären ideal.

sn

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