Nach „wirtschaftlichem Totalschaden“ Lösung in Sicht

Twistringer Feuerwehr setzt auf Drehleiter aus Wildeshausen

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Die Stadt Twistringen möchte diese Drehleiter kaufen, die noch im Feuerwehrhaus in Wildeshausen steht. 

Twistringen - Von Theo Wilke. Wegen wirtschaftlichen Totalschadens kehrt die Twistringer Drehleiter (Baujahr 1993) nicht an die Konrad-Adenauer-Straße zurück. Stadt und

Feuerwehr haben übergangsweise ein Ersatzfahrzeug gemietet. Über die Jahreswende zeichnet sich eine langfristige Lösung ab: Nach einer offiziellen Anfrage ist die Stadt Wildeshausen bereit, ihre bisherige Drehleiter zu verkaufen. Mitte Januar könnte sie übergeben werden. Nächste Woche soll der Verkauf unter Dach und Fach sein.

Keine weiteren Interessenten

„Wir helfen unseren Nachbarn gerne, wir müssen uns nur noch preislich und über den Zeitpunkt der Übergabe einigen“, erklärt auf Nachfrage Lutz Ertelt aus dem Wildeshauser Stadthaus. Beide Seiten würden davon ausgehen, dass es klappt.

Die Stadt Wildeshausen hat bereits eine neue Drehleiter angeschafft und in den vergangenen Tagen ihr bisheriges Fahrzeug (mit Tüv-Plakette) verkaufsfähig aufbereitet. Es gebe zwar noch keine verbindliche Zusage, aber das Interesse der Stadt Twistringen sei sehr groß. Voraussichtlich am 15. Januar könnte die Übergabe stattfinden, so Lutz Ertelt. Es habe zwei weitere Anfragen gegeben, einmal von einer Fachfirma, die aber nicht mehr existiere. Andererseits habe sich noch eine Kommune gemeldet, allerdings trotz Nachfrage von Wildeshauser Seite kein Interesse mehr gezeigt.

„Ich gehe davon aus, dass wir uns mit den Twistringern einig werden“, heißt es aus dem Stadthaus an der Hunte. Man biete den Twistringern auch an, deren Einsatzkräfte auf diesem Fahrzeug zu schulen.

Fachbereichsleiter Carsten Werft im Twistringer Rathaus bestätigt zwar das deutliche Interesse, verweist aber darauf, dass der Ankauf eben noch nicht unter Dach und Fach sei. Er erwarte eine Entscheidung in der ersten Januarwoche.

Drehleiter hat Totalschaden

Twistringens Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen: „Unsere Drehleiter hat wirtschaftlichen Totalschaden. Wir sind dabei, eine Lösung zu finden.“ Es sei auch mit den Wildeshausern gesprochen worden. Nun seien die beiden Stadtverwaltungen dabei, die Details zu klären. Meyer-Hanschen ist sich „ziemlich sicher“, dass die Gespräche positiv verlaufen. „Es ist noch nicht hundertprozentig in trockenen Tüchern, aber sehr weit gediehen.“

Seit etwa Mitte Dezember habe man ein Mietfahrzeug von der Firma, die für die Twistringer Feuerwehr die Überprüfungen und Reparaturen erledige. Die fast 25 Jahre alte Drehleiter habe hydraulische Probleme, irgendwo ein Leck und viele elektronische Fehler, so Meyer-Hanschen.

2019 oder 2020 hätte Twistringen sowieso ein neues Fahrzeug beschaffen müssen. Auf jeden Fall werde die Wildeshauser Drehleiter kostengünstiger sein als das Mietfahrzeug, das etwa 125 Euro am Tag oder mehr als 45 600 Euro im Jahr koste, so der Stadtbrandmeister.

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