Twistringer Ferienkinder bannen urzeitliches Ungetüm

Monsterjagd auf der Hünenburg: „Ewig sollst du gefangen sein“

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Im Siegelkampf bannen die Kinder das Monster in der Hünenburg.

Twistringen - Von Heiner Büntemeyer. Es war ein hartes Stück Arbeit, bis die Kinder das Monster an Seilen gefesselt in den Bannkreis gezerrt und es mit dem Zauberspruch „Ewig sollst du gefangen sein unter diesem Siegelstein“ endlich wieder dorthin verbannt hatten, wo es hergekommen war.

Vor Urzeiten hatten vier Erzmagier das Monster schon einmal verbannt, aber im Laufe der Jahrhunderte – oder waren es sogar Jahrtausende? – war das Siegel mürbe geworden, und die Monster tauchten am Sonnabend ausgerechnet in der Twistringer Hünenburg wieder auf.

Dort hatte das Team „Drachen-Höhle“ mit Sabrina Lausmohr und Daniel Wiese zu einer Monsterjagd eingeladen, an der sich etwa 30 Jungen und Mädchen beteiligten.

Sie erlebten spannende Abenteuer, in denen sie selbst als Helden glänzen konnten, weil sie die gefährlichen und Furcht einflößenden uralten Monster besiegen sollten.

Die Kinder brauchten dafür Polsterwaffen in Form von Waffenrock, Schild und Schwert. Damit stürmten sie auf das Monster zu, um es zu schwächen und es dann in ihren Bannkreis zu ziehen. Gestört wurden sie aber von Kriegern anderer Stämme, die ebenfalls über einen Bannkreis verfügten und die Belohnung wollten. Nach langer Hatz, bei dem das Monster auch einige „Helden“ ausschaltete, war es so geschwächt, dass es, an vier Seilen gefesselt, abgeschleppt wurde.

Die Kämpfe wurden von Spielleitern aufmerksam beobachtet, die den Teilnehmern „Rüstungspunkte“ und „Lebenspunkte“ zusprachen. Manchmal erschien aber auch der Geist eines Erzmagiers, stellte Rätselfragen und beeinflusste den Verlauf des Kampfes.

Dieses Rollenspiel, auch als „Life Action Rolls Play (LARP)“ bezeichnet, sah zwar chaotisch aus, bereitete den Kindern aber viel Spaß. Sie bewegten sich in einer fiktiven Welt, die von ihnen Teamgeist, Konfliktfähigkeit, Geschick und strategisches Denken verlangte.

Außerdem waren sie körperlich gefordert, denn die Monster ergaben sich nicht freiwillig. Nur wer schnell und wendig war, entging ihren gefährlichen Krallen.

Am meisten war Daniel Wiese gefordert, der mehrmals an diesem Sommertag in die dunkle Kluft der Monster schlüpfte.

„Das war klasse“, freute sich ein Junge, der mit einer „spitzen Lanze“ auf das Monster eingestochen hatte. Das Monster hatte Eike trotz seiner Schulterpolsterung so „schwer verletzt“, dass er einen Lebenspunkt brauchte, um weiter kämpfen zu können.

Nachdem es dem Team „Drachenhöhle“ mit Sabrina Lausmohr, Daniel Wiese und mehreren Spiel- und Lagerleitern gelungen war, alle Monster zu fangen, klang das LARP-Spiel „Siegel der Tapferkeit“ mit Stockbrot und Würstchen aus.

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