Trotz Absage

Twistringer feiern drei Tage lang ihr Nicht-Schützenfest

Auf dem Centralplatz herrschte am Sonntag schon gute Stimmung.
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Auf dem Centralplatz herrschte am Sonntag schon gute Stimmung.

Sie können einfach nicht ohne! Ob Schützen, der Königsthron, die Musikzüge oder die Bevölkerung und Wirte. Auch wenn das Schützenfest offiziell abgesagt wurde, standen die vergangenen drei Tage ganz im Zeichen des größten Festes des Jahres in der Delmestadt. Partystimmung pur bei Jung und Alt.

Twistringen – Bereits am Sonnabendvormittag sah man die ersten Schützen in Uniform, die sich zu ihren Treffpunkten aufmachten. Am Nachmittag zeigte dann der Spielmannszug zweieinhalb Stunden lang in einer öffentlichen Probe auf dem Sportplatz, dass er das Spielen nicht verlernt hat. Sogar die „alten Hasen“ Heinrich Meyer, Norbert Lange und Abbi Hammann musizierten an diesem Tag mit. Am Abend füllten sich die Kneipen in der Innenstadt sowie die Biergärten zusehends. Bis in die Morgenstunden feierten alle ausgelassen das „nicht stattfindende Schützenfest“.

Party beginnt an der St. Anna Kirche und endet auf dem Centralplatz

Am Sonntagmorgen überraschte der Spielmannszug Vorstandsmitglieder mit dem traditionellen Wecken. Per Fahrrad und Inliner machten sich die Spielleute auf den Weg, um unter anderem den 1. Vorsitzenden André Meyer aus dem Bett zu holen. Unter der Leitung von Kurt Brunkhorst überbrachte der Spielmannszug neben einem fröhlichen „Guten Morgen“ und einem „Dreifach Gut Schuss“ auch musikalische Grüße.

Wecken mit dem Spielmannszug.

Nach dem Gottesdienst in der St. Anna Kirche füllte sich dann deren Innenhof ziemlich schnell. Denn auch das Blasorchester hielt an seiner Tradition fest und hatte zum traditionellen Platzkonzert eingeladen. Unter Leitung von Oscar Alemany Lopez spielten die Musikerinnen und Musiker zwei Stunden lang Auszüge aus ihrem breiten Repertoire. Von A wie „Amboß Polka“ über 80er- Jahre-Hits bis W wie „Whitney Houston in Concert“ boten sie dem rund 250 Personen starken Publikum ein perfektes Konzert. Am Nachmittag sah man vor allem die Jungschützen, bewaffnet mit riesigen Lautsprechern, aus denen neben „Schützenliesel“ auch Marschmusik zu hören war, durch die Straßen ziehen. Auf dem Centralplatz ging die Party bis in die tiefe Nacht hinein.

Twistringer feiern in ihren Gärten und auf dem Centralplatz

Und auch der Montag, sonst der Haupttag des Schützenfestes mit seinem Königsschießen und anschließendem Kommers, stand ganz im Zeichen der Schützen. Bei König Ralf Siemers und Königin Melanie Schütte stärkte sich der Thron zunächst mit einem kleinen Frühstück. Hier hielt André Meyer einen kleinen Kommers ab, bevor es weiter ging. Andere Schützen nutzten zunächst das wohltemperierte Wasser im Schwimmpark, bevor es auch für sie auf Tour ging. In vielen Gärten der Stadt wurde gefeiert, gesungen und das eine oder andere Getränk zu sich genommen. Ein beliebter Anlaufpunkt an diesem Montag war unter anderem erneut die Stadtmitte, wo die Wirte mit einem tollen Angebot den dritten Tag in Folge für ihre Gäste alles gaben.

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