Strohmuseum ist zwar bis auf Weiteres geschlossen, hinter den Kulissen aber wird einiges umgesetzt

Twistringer entwerfen Strohhüte für Käthe-Kruse-Puppen

Wieder gangbar: Die mehr als 100 Jahre alte, gasbetriebene Hutpresse.
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Wieder gangbar: Die mehr als 100 Jahre alte, gasbetriebene Hutpresse.

Twistringen – Das Strohmuseum Twistringen ist zwar geschlossen. Hinter den Kulissen wird aber trotzdem gearbeitet. Das geht aus einer Pressemitteilung von Silke Perin hervor.

So wurde die Corona-Zwangspause dazu genutzt, die großen Fenster und Eingangstore des Strohmuseums fachmännisch neu streichen zu lassen. Ein vom Landschaftsverband Weser-Hunte bewilligter Förderantrag machte es möglich, die komplette Beleuchtung des Ausstellungsraums für Sonderausstellungen im ersten Obergeschoss auf energiesparende LED-Strahler umzurüsten.

Des Weiteren sei es Rolf Siemers, Fred Müller und Helmut Beneke durch eine vom öffentlichen Gasnetz abgekoppelte Neuinstallation der Gaszufuhr gelungen, die über 100 Jahre alte, gasbetriebene Hutpresse wieder gangbar zu machen. Die Umstellung des öffentlichen Gasnetzes von L- auf H-Gas hatte die Museumsaktiven aufgrund der nicht mehr vorhandenen Ersatzteile für die historische Hutpresse vor nicht unerhebliche Herausforderungen gestellt.

Sonderaufträge für das Twistringer Strohmuseum

Auch das Nähteam des Strohmuseums könne Neuigkeiten berichten: Sie hatten rund um die Nähstubenleitung Heike Paul vor dem erneuten Lockdown an zwei Sonderaufträgen gearbeitet. „So lässt eine Puppenmama von historischen Käthe-Kruse-Puppen nach Spezialentwürfen der Strohmuseums-Nähdamen nun Puppenstrohhüte anfertigen. Ein Hutmacher des Bremer Theaters bezieht künftig seine Hutrohlinge, die passend zu den verschiedenen Kostümen garniert in den Aufführungen zum Einsatz kommen werden, aus dem Twistringer Spezialmuseum“, schreibt Perin.

Und falls Corona es zulasse, wird das Twistringer Strohmuseum in Österreich im September groß rauskommen. Dann reist Nähstubenleitung Heike Paul mit einer historischen Hutnähmaschine und diversen Strohprodukten „made in Twistringen“ im Gepäck auf nach Pöchlarn zur „Großeltern Erlebniswerkstatt“. Die Kulturstadträtin der österreichischen Kleinstadt hatte den Twistringern eine Einladung geschickt.

Bleibt zu hoffen, dass dieses außergewöhnliche Ereignis im September möglich sein wird und die Ehrenamtlichen dann auch zum Tag der Regionen am 3. Oktober ins Strohmuseum einladen dürfen, wenn auch nur in eingeschränkter Form mit AHA- und Einbahnstraßen-Konzept. „Dies wäre zumindest ein kleiner Lichtblick für die aktiven Ehrenamtlichen des Museumsvereins.

2019 war das erfolgreichste Jahr in der Museumsgeschichte

Und bis dahin? Ein normaler Museumsbetrieb, wie er vor der Pandemie üblich war, scheint noch in weiter Ferne zu liegen“, schreibt Silke Perin. 2019 war das erfolgreichste Jahr der Museumsgeschichte, daran hätte man nur zu gerne angeknüpft. Seit Beginn der Pandemie hatte das Museum nur im Sommer 2020 vorübergehend samstags und sonntags an Nachmittagen geöffnet. Führungen mit Bewirtungen gab es seit März 2020 nicht mehr. Der Museumsbetrieb stehe praktisch still. Dieser Zustand bleibe bis auf Weiteres. Betroffen sei nicht nur der eigentliche Museumsbetrieb, also die Führungen von gebuchten Gruppen sowie die Öffnungen für Einzelbesucher am Wochenende, sondern auch die geplanten vielfältigen Veranstaltungen, wie unter anderem die angedachte Vernissage der Kunstausstellung „Landschaft im Kontext von Raum und Zeit“ im April sowie die stets beliebten Aktionstage 1. Mai, Himmelfahrt und den Tag der offenen Tür zum Internationalen Museumstag am 16. Mai.

Dennoch blicke das Museumsteam um den Vorstand Heinrich Brinkmann und Helmut Beneke positiv in die Zukunft, heißt es abschließend.

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