„Auf echte Freunde kann man sich verlassen“

Twistringer bringen 19 Tonnen Sach- und Kleiderspenden nach Kaisiadorys

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Die Gruppe Geri Vakarai (im Dezember 2016 in Twistringen) spielte zur Begrüßung der Reisegruppe in Kaisiadorys

Twistringen - „Auf echte Freunde kann man sich verlassen, wenn man sie braucht“, betont Carsten Werft, der Vorsitzende des Freundeskreises Litauen in Twistringen. Dessen Helfer verpackten von Oktober bis April Kleider und Sachspenden und brachten sie nun zu den Ärmsten der Armen. „Leider ist es immer noch notwendig, die Maltesergruppe mit Spenden zu versorgen“, sagt Georg Beuke von den Maltesern Twistringen.

„Jährlich fragen wir an, ob die Spendengüter noch benötigt werden. Kaisiadorys’ Bürgermeister Vytenis Tomkus sagte in einem Gespräch, dass leider immer noch Kleiderspenden, Sachspenden und Pflegehilfsmittel benötigt werden“, so Beuke nach der Rückkehr.

In knapp 550 Stunden wurden von 22 Personen genau 1 154 Pakete Kleidung gesichtet und verpackt, die einen Lastwagen füllten. Ein weiterer wurde mit Sachspenden wie Kleinmobiliar, Elektrogeräten und Pflegehilfsmitteln vollgepackt.

Der organisierte Gabelstapler war eine echte Hilfe bei der Entladung der Hilfsgüter.

Während sich die beiden Transporter mit vier Fahrern auf den Weg in die litauische Partnerstadt machten, bevorzugte die zehnköpfige Reisegruppe in diesem Jahr das günstigere Flugzeug von Bremen in Litauens Hauptstadt Vilnius. Die Malteser und Vertreter der Stadt Kaisiadorys begrüßten die Reisenden herzlich. Malteser-Chefin Dana Lescinskiene und Bürgermeister Vytenis Tomkus freuten sich auf die gemeinsame Zeit. „Das waren nicht leere Floskeln, wir haben es in den Tagen darauf erlebt“, sagt Beuke.

Arbeitsaufwand durch eigenes System gesenkt

Gemeinsam mit ihren litauischen Freunden entluden die Twistringer beide Lastwagen. Durch die Verpackung der Kleidung und einigen Sachspenden auf Paletten – Wilfried Wuttke hatte ein entsprechendes System entwickelt – war die bisher immer sehr mühselige Arbeit flott erledigt.

Auf dem weiteren Programm stand ein Besuch auf der Kurischen Nehrung, den sich viele Reiseteilnehmer gewünscht hatten. „Jetzt weiß ich, warum einige von der schönen Landschaft schwärmen“, sagte Hans-Heinrich Cohrs aus Rüssen beim Abstieg von der großen Sanddüne.

Am vorletzten Tag nahmen die Twistringer am Fest der Stadt Kaisiadorys teil. Die Begegnung mit Gästen aus der Partnerstadt war ein weiteres Highlight der Reise. Gespräche mit Polen, Esten und Weißrussen waren ebenfalls ein Erlebnis „und funktionierten sehr gut“, so das Fazit der Twistringer.

Die Kinder des Tageszentrums in Pravieniskes, etwa 12 Kilometer von Kaisiadorys entfernt, freuten sich über die Mitbringsel.

Neben Deutsch und Englisch waren Hände und Füße ein wichtiges Kommunikationsmittel. „Es ist erstaunlich, dass sehr viele Bürger aus dem Osten Europas Deutsch sehr gut beherrschen“, merkt Beuke an.

Wie von den Litauern gewünscht, wollen die Malteser auch im kommenden Jahr wieder einen Hilfstransport organisieren. „Wir hoffen dann wieder auf die Spendenfreudigkeit der Twistringer“, sagt Carsten Werft.

Übrigens: Die Transporte sind nur möglich, weil einige Twistringer Firmen die Reise finanziell oder mit Treibstoff unterstützen. Geldspenden der Volksbank Vechta und der Firma vdp facility sowie die Betankung der Transporter bei der Firma Kunst Transport und Logistik sind eine Hilfe, solch eine Reise zu stemmen.

Spendentermine für weitere Transporte werden in Kürze organisiert und rechtzeitig veröffentlicht.

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