Twistringer Becher nun komplett

Kleine Tasse, große Wirkung

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Zufriedene Gesichter bei der Präsentation der Abbenhauser Tasse.

Twistringen - Von Sabine Nölker. Etwas wehmütig hält Gleichstellungsbeauftragte Heike Harms den neuesten Twistringer Becher in Händen. „Dies ist leider jetzt der Abschluss“, so Harms. Denn mit Abbenhausen gibt es jetzt insgesamt acht Becher, für jede Ortschaft einen. Zur Präsentation waren neben dem Künstler Jochen Tiemann alias Bafuß auch Vertreter der Ortschaft Abbenhausen erschienen.

„Und das Beste: Es gibt seit der ersten Tasse keine Preiserhöhung“, fügt Bernhard Kunst hinzu. Wie die Vorgänger ist der Abbenhauser Becher für fünf Euro im Bürgerservice erhältlich.

Vor sechs Jahren kam die Idee auf, jede der acht Ortschaften auf einem Becher zu verewigen. Die Motive sollten individuell sein und jeder sollte sofort erkennen, welcher Ort gemeint ist. „Das Besondere war, dass wir uns immer mit den Vertretern der Ortschaften zusammen gesetzt haben und gemeinsam mit Bafuß auf Motivsuche gegangen sind“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte.

Den Anfang machte 2010 der Twistringer Becher, der in Kürze in fünfter Auflage erhältlich ist. „Aber auch andere Ortschaften mussten schon nachbestellt werden“. Es folgten Heiligenloh, Scharrendorf, Rüssen, Marhorst, Stelle und Mörsen. Und nun auch Abbenhausen.

Auf den ersten Blick fällt das Dorfgemeinschaftshaus auf, das Zentrum des Dorfes, wo gefeiert, gelacht, aber laut Ortsbürgermeister Kunst „auch mal gestritten wird“. Gleich daneben steht eines der prägnantesten Gebäude der Ortschaft, ein altes Häuslingshaus aus dem 18. Jahrhundert, und auch die Wassermühle ist abgebildet. Direkt davor der rote Platz. „Das ist das Schöne an der künstlerischen Freiheit, ich kann die Gebäude und Plätze zeichnen, wohin ich möchte“, schmunzelt der Künstler Bafuß.

Bei der Suche nach Motiven mit den Vertretern der Ortschaften und der Gleichstellungsbeauftragten war schon mal heiß diskutiert worden. „Aber die Resultate waren jedes Mal für alle Beteiligten überwältigend“, findet Harms.

Sobald die Motive feststehen, werden sie von Bafuß fotografiert. „Dann schiebe ich alles so auf meinem Computer hin und her, bis es schön angeordnet ist.“ Danach zeichnet er die Motive in Acrylfarben als Vorlage für den Druck. „Das dauert ungefähr eine Woche. „In dieser Zeit ist Jochen nicht ansprechbar“, wissen Sohn Lasse und Lebensgefährtin Andina Frey aus Erfahrung.

Die Originalbilder bleiben bei ihm zu Hause. „Die könnte ich ja mal in einer kleinen Ausstellung zeigen“, so der Inhaber des Petit Museé.

Marlies Meyer, Jörg Henkel, Bernhard Landwehr und Bernhard Kunst sind von dem fertigen Werk begeistert. „Das Kriegerdenkmal, der Schützenverein, die Jäger aber auch ein Brautpaar machen deutlich, was Abbenhausen ausmacht“ sind sie sich einig. Ebenso wurde die Bushaltestelle in Binghausen auf dem Becher verewigt.

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