Twistringer Alteco Technik weiht am Freitag neue Produktionsstätte ein

Spezialkunstharze für Wiener Brücke und Pariser Eiffelturm-Plattform

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Blick auf die neue Produktionshalle an der Raiffeisenstraße.

Twistringen - Von Theo Wilke. Auf unseren Straßen sehen wir sie jeden Tag als Markierungen, auf Parkdecks, in Fußballstadien, auf der Wiener Praterbrücke und der Plattform des Pariser Eiffelturms: Seine schnell härtenden Spezialkunstharze exportiert das Twistringer Unternehmen Alteco Technik an der Raiffeisenstraße weltweit. Am Freitag feiert Firmenchef Bernhard Weyland mit seine mehr als 30-köpfigen Belegschaft und rund 160 geladenen Gästen aus dem In- und Ausland die neue Produktionsstätte.

„Das Geschäft boomt. Unser Werk platzt aus allen Nähten“, hatte Geschäftsführer Weyland bereits im Juli 2011 betont. Mehrere Millionen Euro wurden seitdem in Twistringen investiert, um den Standort und die damals rund 20 Arbeitsplätze zu sichern. Dies sei auch ein klares Bekenntnis des amerikanischen Mutterkonzern „RPM International Inc.“ zum Wirtschaftsstandort Twistringen gewesen, betont der 65-jährige Weyland.

RPM (Jahresumsatz: mehr als 3,5 Milliarden Dollar) habe sich die Entscheidung aufgrund der nicht gerade optimalen Verkehrsanbindung in Richtung A 1 nicht leicht gemacht. Ausschlaggebend für den Neubau sei allerdings neben den Fachkräften vor Ort auch die Unterstützung durch den Landkreis und die Stadt Twistringen gewesen.

Alteco Technik zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern von schnell härtenden und nahezu wetterunabhängigen Spezialkunstharzen auf der Basis von Methylmethacrylat. Im eigenen Labor werden die Rezepturen seit dem Jahr 2000 ständig weiter entwickelt. In der neuen Produktionsstätte auf rund 840 Quadratmetern mit einem zehn Kubikmeter fassenden Kessel gibt es auch moderne Sozialräume und Büros.

Weyland: Höchste

Sicherheitsstandards

Die weitgehend vollautomatische Anlage, Ende 2014 in Betrieb genommen, erfülle die höchsten Standards an Qualität, Sicherheit, Umwelt- sowie Brandschutz, stellt Bernhard Weyland heraus. „Emissionen werden durch ein geschlossenes System auf ein Minimum reduziert“, fügt er hinzu.

Kunstharze von Alteco Technik dienen zur Herstellung von hoch belastbaren, fugenlosen Industriebodenbeschichtungen. Diese Spezialböden werden in Betrieben der Lebensmittel-, Automobil- sowie chemischen Industrie, aber auch in Supermärkten, Großküchen, Flughäfen und anderen Einrichtungen eingesetzt.

Ein zweiter Geschäftsbereich entwickelt und produziert Flüssigkunststoffe, zum Beispiel für die Abdichtung und Beschichtung von Brücken, Parkdecks, Windradfundamenten, Flachdächern, Balkonen, Terrassen – und auch Außenpools, wie unlängst im Spielerparadies Las Vegas.

Ein neuer Spezialfußboden über Nacht? Kein Problem. Die Twistringer Firma Alteco Technik an der Raiffeisenstraße sorgt dafür. Sie liefert ihre Spezialkunstharze sogar bis ins kanadische Vancouver für farbige Schulwegmarkierungen auf den großen Verkehrskreuzungen.

Geschäftsführer Bernhard Weyland hilft aber auch den Heiligenloher Brandbekämpfern mit einer neuen Bodenbeschichtung im Feuerwehrhaus oder dem Förderverein des Twistringer Schwimmparks und liefert den Stoff für die Becken der neuen Babybadelandschaft.

1989 als Wesco Chemie gegründet, 1998 vom US-Konzern RPM übernommen und in Alteco Technik umbenannt, musste die Firma laut Geschäftsführer vor vier Jahren dringend erweitern. Denn damals lag der Jahresumsatz bei 14,5 Millionen Euro und das Geschäft boomte.

Bernhard Weyland vor der Feier am kommenden Freitag für die neue Produktionsstätte: „Der Erfolg lässt sich auch daran messen, dass sich der Umsatz seit 1998 mehr als verzehnfacht hat.“ Über 80 Prozent der Produktion würden inzwischen in 32 Länder exportiert.

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