Anja Thiede

Twistringens neue Ortsbürgermeisterin

Anja Thiede ist neue Twistringer Ortsbürgermeisterin
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Anja Thiede ist neue Twistringer Ortsbürgermeisterin

Das Jahr 2022 dürfte für Anja Thiede einige spannende Aufgaben bereithalten. Der Twistringer Ortsrat hat sie vor Kurzem zur neuen Ortsbürgermeisterin gewählt.

Twistringen - Als sie direkt nach ihrer Wahl zur Ortsbürgermeisterin zum ersten Mal eine Ortsratssitzung geleitet hat, sei sie schon ein bisschen aufgeregt gewesen, gibt Anja Thiede offen zu und schmunzelt. Seitdem hat sie auch schon ein paar Geburtstagsbesuche bei älteren Bürgern hinter sich. „Das macht natürlich Spaß“, erzählt sie.

Ihre Aufgaben als Ortsbürgermeisterin sind vielfältig. Was in jedem Fall noch dazugehört: die Entwicklung Twistringens zusammen mit dem Ortsrat mitzugestalten. „Ich hoffe, dass wir bald loslegen können, etwas in die Wege zu leiten. Etwas zu bewegen“, sagt die 50-Jährige. „Es gibt einiges, was noch ansteht, zum Beispiel der Hochzeitswald und die Grüne Lunge.“

Im Ortsrat ist nicht nur die Ortsbürgermeisterin neu: Das halbe Gremium ist anders besetzt als noch vor der Kommunalwahl. Da gilt es auch, sich erstmal zu sortieren. Ein Vorsatz der Mitglieder ist aber auf jeden Fall, sich künftig regelmäßig mit verschiedenen Vereinen und Verbänden zu treffen – mal zum Beispiel mit der Agendagruppe, mal mit dem Heimatverein, mal mit anderen Ehrenamtlichen. Bei diesen Treffen wollen sie nachhorchen, ob irgendwo der Schuh drückt. Welche Probleme gibt es, welche Ideen?

„Uns ist es wichtig, dass die Bürger mit einbezogen werden“, sagt die neue Ortsbürgermeisterin. Und führt aus: „Das Ehrenamt ist ganz wichtig. Es muss geschützt, gestützt und unterstützt werden.“ Ebenso sei es wichtig, parteiübergreifend zu arbeiten.

Anja Thiede selbst gehört der CDU an. Im Jahr 2016 wurde sie Mitglied der Christdemokraten und rutschte gleich in den Twistringer Vorstand rein. Inzwischen ist sie die Vorsitzende des Stadtverbands. Außerdem engagiert sie sich auf lokaler und überregionaler Ebene in der Frauenunion, ist seit etwas mehr als einem Jahr im Twistringer Stadtrat und seit der Kommunalwahl im September auch im Kreistag. „Ein neues, sehr spannendes Feld“, wie sie findet.

Die Arbeit in verschiedenen Gruppen und Gremien erweitere den Horizont. Dadurch seien schon viele Freundschaften entstanden, erzählt die Twistringerin. „Ich engagiere mich total gerne und bringe mich gerne aktiv in Gruppen ein. So war es für mich selbstverständlich, mich auch vor Jahren schon als Vertreterin der Eltern im Kindergarten und der Schule einzubringen.“ Von der Aktion „Suppe am Sonntag“ kennt man ihr Gesicht ebenfalls, und sie ist im Pfarrgemeinderat aktiv. Mit 42 Jahren konvertierte sie vom evangelischen zum katholischen Glauben. Sie fand es toll, wie die Kirche dort gelebt werde. Ihr Amt im Pfarrgemeinderat will Thiede künftig abgeben, um sich auf ihren Posten als Ortsbürgermeisterin zu konzentrieren.

Eigentlich sei sie jemand, so sagt Anja Thiede über sich selbst, der auch gerne im Hintergrund arbeitet. Als es darum ging, eine neue Ortsbürgermeisterin zu finden, waren sich viele ihrer politischen Kollegen und Kolleginnen aber einig: Sie ist die Richtige dafür. Vorgängerin Katrin Schwarze war nicht erneut bei der Kommunalwahl angetreten.

Anja Thiede wohnt schon immer in Twistringen. Beruflich leitet sie das Büro des Landtagsabgeordneten Marcel Scharrelmann. Gelernt hat sie ursprünglich etwas ganz anderes: Arzthelferin. „Ich habe dann aber knapp zehn Jahre in einer Firma gearbeitet, die Rechnungen von Privatpatienten abrechnet”, schildert sie. Da sie politisch so viel unterwegs war, landete sie schließlich im Büro des Abgeordneten. Ein Job, bei dem es viel darum geht, zu organisieren, zu kommunizieren und mit anderen zusammenzuarbeiten. Das passt: „Ich bin jemand, der gerne mit anderen Menschen zusammen ist“, sagt Thiede.

Das gilt nicht nur im Beruflichen, sondern auch privat. „Ich habe gerne Familie und Freunde zu Besuch und koche auch gerne für sie“, verrät sie. Anja Thiede ist verheiratet und hat zwei Kinder, 21 und 16 Jahre alt. Beim Stichwort „Familie“ hebt sie deren „grandiose Unterstützung“ hervor. Sie würden ihr oft den Rücken freihalten – zum Beispiel, wenn sie abends wieder zu einer politischen Sitzung losdüsen muss.

Von Katharina Schmidt

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