Vokalensemble „Opella Nova“ begeistert sein 50-köpfiges Publikum in Twistringer Kirche / Kompositionen vom 12. bis 17. Jahrhundert

„Der Klang Europas“ und Friedensgefühle in St. Anna

+
Harmonisch abgestimmt: das Vokalensemble „Opella Nova“

Twistringen - St. Anna war am Sonntagabend erfüllt von dem großartigen Gesang der „Opella Nova“. Dieses Vokalensemble gab anlässlich des 70-jährigen Friedens in Deutschland unter dem Titel „Der Klang Europas“ ein eindrucksvolles Konzert.

In ihrem Programm zeichneten die fünf Sängerinnen und Sänger die musikalischen Verflechtungen nach, die sich seit der Zeit Karls des Großen in Europa entwickelten. Die älteste Komposition stammte aus dem 12. Jahrhundert und entstand vermutlich anlässlich der Heiligsprechung dieses Kaisers im Jahr 1165. Die Schwerpunkte des Programms lagen allerdings auf Motetten aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit den damals üblichen lateinischen Texten.

Zum Programm gehörten auch Textlesungen und Dialoge. Dazu zählten Schriften von Martin Luther, der sich kritisch mit den lateinischen Texten der Gesänge auseinander gesetzt hat und wissen lässt: „Gott bringt das Evangelium auch durch die Musik unter die Leute.“ Da wäre es schon hilfreich, wenn die Gläubigen diese Texte auch verstehen würden. Ein wenig später sprechen die Sänger einen Dialog, der unter Verwendung historischer Quellen zwischen den Komponisten Heinrich Schütz und Claudio Monteverdi über ihre Kompositionen denkbar wäre.

Beide sind sich einig, dass Musik die Lieder „aufs Natürlichste exprimieren“ sollte. Die Mitglieder des Ensembles, Bettina Auf‘mkolk (Sopran), Susanne Riediger (Sopran), Beate Jordan (Alt), Adrian Kroneberger (Tenor) und Thomas Stenzel (Bass) boten mit ihren harmonisch abgestimmten Gesängen ein Konzert, das von den etwa 50 Zuhörern begeistert aufgenommen wurde. Stürmischer Applaus und die damit verbundene Bitte um eine Zugabe waren der Lohn dafür. „Wir sind darauf nicht unvorbereitet“, meinte Thomas Stenzel. Dann entließ der Chor die Zuhörer mit einem „Nachtlied“ von Max Reger auf den Heimweg.
bt

Mehr zum Thema:

Wie Jörg Michelson aus Barrien die Welt sieht

Wie Jörg Michelson aus Barrien die Welt sieht

Auf einer Reise Stockholm entdecken

Auf einer Reise Stockholm entdecken

Fußball-Tennis und viel Kopfballspiel: Werder-Training am Donnerstag

Fußball-Tennis und viel Kopfballspiel: Werder-Training am Donnerstag

Warschau will neuen Glanz für Praga

Warschau will neuen Glanz für Praga

Meistgelesene Artikel

Fotograf mit Blick für kleine Wunder

Fotograf mit Blick für kleine Wunder

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Syrerin rutscht durch Handyvertrag in Schuldenfalle

Syrerin rutscht durch Handyvertrag in Schuldenfalle

B6: Dauerärgernis ist behoben, aber es gibt neue Probleme

B6: Dauerärgernis ist behoben, aber es gibt neue Probleme

Kommentare